20.02.2016 16:42
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Viehexport
Türkei wird wichtigster Käufer von EU-Rindern
Die Türkei ist im vergangenen Jahr wieder zum wichtigsten Kunden für die Exporteure von Lebendrindern aus der Europäischen Union geworden.

Diese Position hatte das Land bereits 2012 inne; in den beiden Folgejahren wurde der Absatz dorthin jedoch durch veterinärrechtliche Einfuhrbeschränkungen erheblich gestört. Nach vorläufigen Zahlen der EU-Kommission wurden im Jahr 2015 rund 270 000 Tiere mit einem Wert von gut 300 Mio Euro aus den Mitgliedstaaten in die Türkei verkauft. Zusammen mit der Fleischausfuhr belief sich laut Kommission der Absatzerlös der EU-Exporteure in der Türkei auf 343 Mio Euro; das entsprach fast einem Fünftel der gesamten EU-Ausfuhrerlöse mit Rindern und Rindfleisch. Bei keinem anderen Land wurden im Export höhere Einnahmen erzielt. Umgerechnet auf Schlachtgewicht belief sich im vergangenen Jahr das mengenmäßige Handelsvolumen auf 57 600 t, nachdem es 2014 bei rund 8 100 t und 2013 bei nur 5 100 t gelegen hatte.

Im Jahr 2011 war der bisher stärkste Export von Rindern und deren Fleisch mit fast 166 800 t in die Türkei verzeichnet worden; danach flachte der Handel auch wegen des Auftretens der Blauzungenkrankheit ab. Laut EU-Statistik hat sich 2015 im Vorjahresvergleich die Ausfuhr von reinen Zuchtrindern in die Türkei - umgerechnet auf Schlachtgewicht - auf 14 330 t mehr als verdreifacht. Der Export von anderen Rindern, zu denen auch Schlachttiere zählen, fiel mit 33 760 t mehr als zehn Mal so groß wie 2014 aus. Die Lieferungen von Rindfleisch einschließlich Nebenerzeugnissen nahmen wegen der stark gestiegenen Ausfuhr von gefrorener Ware auf rund 9 500 t ebenfalls kräftig zu.

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