11.07.2016 06:42
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Ukraine
Ukr: Embargo für russische Agrarprodukte verlängert
Die Kiewer Regierung hat das Handelsembargo für Agrarprodukte und Lebensmittel aus Russland am vergangenen Mittwoch um anderthalb Jahre bis zum 31.Dezember 2017 verlängert. Damit reagierte das Land auf die entsprechende Verlängerung des russischen Einfuhrverbots für Lebensmittel, das auch zahlreiche westliche Länder betrifft.

Das ukrainische Embargo bezieht sich unter anderem auf Fleisch und Fleischwaren, Fisch, Milchprodukte, Schmelzkäse, Kaffee, Tee, Getreide, Süsswaren, Babynahrung, Nudeln, Bier, Alkohol, Wodka, Zigaretten, Zwiebeln, Ketchup, Fisch und Kekse. Es war am 10. Januar dieses Jahres eingeführt worden und sollte ursprünglich nur bis zum 5. August gelten.

Damit hatte die Kiewer Regierung auf die Aussetzung der gegenseitigen Freihandelspräferenzen durch Russland und auf das Moskauer Handelsembargo für ukrainische Agrargüter vom 1. Januar dieses Jahres reagiert. Ausserdem hatte Russland damals den Transitverkehr für ukrainische Güter über das russische Territorium nach Kasachstan aus Gründen der wirtschaftlichen Sicherheit und der Förderung der nationalen Interessen der Russischen Föderation bis zum1. Juli unterbunden.

Auch dieses Verbot verlängerte Moskau bis zum 31. Dezember 2017 und dehnte es gleichzeitig auf ukrainische Lieferungen durch das eigene Land nach Kirgisistan aus. Dies geht zumindest aus einem Dokument hervor, das am vorvergangenen Sonntag im offiziellen Webportal für russische juristische Informationen veröffentlicht wurde. Darin wird den ukrainischen Spediteuren die Alternativroute über Georgien, Aserbaidschan und das KaspischeMeer nach Aktau, durch die Türkei, den Iran, Turkmenistan und Usbekistan empfohlen.

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