19.12.2017 07:09
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Ukraine
Ukraine: Agrarland nicht handelbar
In der Ukraine ist die eigentlich für Anfang 2018 vorgesehene Freigabe des Handels mit landwirtschaftlichen Grundstücken um ein weiteres Jahr verschoben worden. Das Parlament in Kiew beschloss am 7. Dezember, das bereits seit 2001 bestehende Moratorium bis zum 1. Januar 2019 zu verlängern.

Die Mehrheit der Abgeordneten war der Meinung, dass die Aufhebung des Moratoriums während der Wirtschaftskrise eine Bedrohung für die nationale Ernährungssicherheit des Landes sei und vor der Liberalisierung des Bodenmarktes erst ein Mechanismus für mehr Transparenz für landwirtschaftliche Flächen entwickelt werden müsse.

Zudem sei es vor der Öffnung nötig, gleiche Wettbewerbsbedingungen auf dem Markt zu schaffen, die Verantwortung jeder Behörde während der Landreform klar zu definieren und die landwirtschaftlichen Flächen zu inventarisieren. Die Weltbank hatte der ukrainischen Regierung geraten, das Moratorium im Jahr 2018 abzuschaffen, da dieses ein Haupthindernis für Investitionen und auch ein Grund für die schlechte Produktivität der Landwirtschaft sei.

Nach Schätzungen der Weltbank könnten im Falle der Öffnung des Bodenmarktes rund 2 Mio. ha landwirtschaftliche Nutzfläche zum Verkauf angeboten werden, die momentan im Privatbesitz sind. In der Ukraine gibt es derzeit etwa 42,7 Mio ha Ackerland, von denen 19 Mio. ha verpachtet sind.

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