2.12.2015 12:33
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Ukraine
Ukraine: Mehr Agrargüter nach China
Die Ukraine ist auf dem Weg, sich zu einem „bedeutenden Lieferanten“ von Agrarrohstoffen und Lebensmitteln für China zu entwickeln. So sieht das jedenfalls die stellvertretende Kiewer Landwirtschaftsministerin, Vladislava Rutytzka.

Sie verwies vergangene Woche auf entsprechende Aussenhandelsdaten. Demnach hat sich der ukrainische Agrarexport nach China von Januar bis September 2015 mit 1,06 Mrd. USD (1,09 Mrd. Fr.) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt, und das osteuropäische Land ist im ersten Halbjahr 2015 zum wichtigsten Lieferanten von Mais für die Volksrepublik geworden.

Weitere wichtige Exportprodukte seien neben Getreide vor allem Sonnenblumen-, Raps- und Sojabohnenöl, berichtete die Vizeressortchefin. Bei der Ausfuhr von Pflanzenöl aus Sojabohnen sei in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres mit 54'100 t und einem Ausfuhrerlös von 38,5 Mio. USD (39,5 Mio. Fr.) ein neues Rekordergebnis erzielt worden.

Gute Perspektiven im Chinaexport gebe es zudem für Sonnenblumenschrot, wofür entsprechende Verträge zwischen beiden Ländern unterzeichnet worden seien, stellte Rutytzka fest. Ferner hätten Milch und Milcherzeugnisse aus der Ukraine gute Absatzchancen auf dem chinesischen Markt, den inzwischen schon 18 Milchkombinate und Molkereien mit ihren Produkten belieferten.

Des Weiteren solle es in absehbarer Zukunft bessere Vermarktungsmöglichkeiten für Äpfel, Geflügelfleisch, Wein, Zucker sowie Konditoreiprodukte in dem bevölkerungsreichsten Land der Welt geben. Die Ukraine ist stark darum bemüht, neue Kunden für ihre Agrarprodukte zu finden, da Russland für 2016 massive Einfuhrrestriktionen für Lebensmittel aus dem Nachbarland angekündigt hat.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE