6.05.2019 14:49
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Antibiotika
Antibiotika: UN warnt vor Resistenzkrise
Die Sterberate aufgrund von Antibiotikaresistenzen wird weltweit drastisch zunehmen, wenn nicht umgehend Gegenmassnahmen eingeleitet werden. Darauf haben die Vereinten Nationen (UN) vergangene Woche anlässlich eines neuen Berichts hingewiesen.

Sollte der Status quo im Umgang mit Antibiotika bestehen bleiben, seien bis 2050 jährlich rund 10 Millionen Tote und katastrophale ökonomische Schäden bedingt durch Resistenzen gegenüber Medikamenten zu erwarten.

Bereits heute liege die Zahl der Opfer jährlich bei 700'000, einschliesslich 230'000 Todesfälle durch multiresistente Tuberkulose. Allein in Ländern mit hohem Einkommen könnten von 2015 bis 2050 insgesamt 4,4 Millionen Menschen sterben, so die UN. Alarmierend sei die Lage in Ländern aller Einkommensstufen. Ursache sei der Missbrauch und die Überdosierung von Antibiotika in der Human- und Tiermedizin sowie in der Pflanzengesundheit.

Aufgrund der breitgefächerten Ansatzpunkte seien Gegenmassnahmen im Sinne des „One Health“-Konzepts entscheidend, um Interessenvertreter aller Bereiche zusammenzubringen. Gefordert werden von der UN eine stärkere politische Führungskompetenz, Koordinationskompetenz und Verantwortungsbewusstsein auf allen Ebenen.

Die Vereinten Nationen wiesen auch darauf hin, dass Menschen in zahlreichen Ländern noch über gar keinen Zugang zu Antibiotika verfügten. Den gleichberechtigten und bezahlbaren Zugang sicherzustellen, sei ebenso Teil der Lösung des Resistenzproblems.

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