4.09.2018 07:02
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Italien
Unwetterserie belastet Bauern
Italiens Landwirte leiden unter einer Unwetterserie. Wie der mitgliederstärkste Landwirtschaftsverband im Land, Coldiretti, vergangene Woche mitteilte, kam es im gesamten Land zu mehreren Starkregenereignisse, Hagelfällen und Stürmen, was vor allem die Ernteaussichten bei Obstplantagen, Weinbergen, Olivenhainen und Freilandtomaten trübt.

Das Ausmass der Schäden ist laut Coldiretti noch nicht absehbar. Mehrere Regionen haben aber bereits den nationalen Notstand beantragt. Der Zeitpunkt, zu dem die Apfelernte und Weinlese gerade begonnen haben gilt als besonders sensibel. Innerhalb weniger Minuten könne man die Arbeit eines ganzen Jahres verlieren, betonte der Landwirtschaftsverband. 

Zu den amstärksten geschädigten Gebieten gehört demnach die mittelitalienische Region Latium. Aber auch andere Regionen wie Emilia Romagna im Norden haben mit heftigen Regenfällen, Hagelstürmen, und Tornados zu kämpfen. Hier soll sich der Schaden bereits auf Hunderttausende von Euro in den Apfel-, Birnen und Kiwiplantagen belaufen. Auf Sardinien gaben die jüngsten Regenfälle den ohnehin gestressten Pflanzen laut Coldiretti „den Gnadenstoss“. Der aktuelle Monat gilt als einer der feuchtesten der Insel seit Aufzeichnung der Wetterdaten im Jahr 1922. 

Im süditalienischen Basilikata sind vor allem die dortigen grossen Felder mit Freilandtomaten betroffen, was die Verarbeitungsindustrie noch nachhaltig belasten könnte. Erste Schätzungen gehen von Ausfällen in Höhe von 30% aus. Für Apulien beklagt Coldiretti vor allem die Zerstörung der wertvollen Primitivo-Trauben in der Provinz Taranto. Immerhin füllten die anhaltenden Regenfälle die Wasserreserven in den grossen Seen auf, deren Pegelstände teils auf historische Tiefstände gefallen waren und damit den Schiffsverkehr deutlich behinderten.

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