11.10.2015 10:22
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
USA
USA führen Sonderzoll auf Butter ein
Die Vereinigten Staaten belegen die Importe von Butter sowie von süßer und saurer Sahne mit einem Fettgehalt von mehr als 45 % ab sofort mit Sonderzöllen, um übermäßigen Einfuhren entgegenzuwirken.

Das gilt auch für Ware aus der Europäischen Union und zahlreichen anderen Drittstaaten, solange sie nach dem 5. Oktober verschickt wurde. Lieferungen, die zu diesem Zeitpunkt bereits auf dem Weg waren, bleiben ausgenommen. Eine entsprechende Maßnahme, die vorerst bis zum Jahresende gültig ist, wurde vergangene Woche im „Federal Register“, dem US-Amtsblatt, veröffentlicht. Der betreffende Zollsatz für Butter wurde um 51,4 US-Cent/kg (45,9 Cent) auf 2,05 $/kg (1,83 Euro) angehoben, der Satz für Rahm um 54,9 US-Cent/kg (49,0 Cent) auf 2,19 $/kg (1,96 Euro).

Nach Angaben des US-Landwirtschaftsministeriums wurde die Maßnahme ergriffen, weil die diesjährige Auslöseschwelle von 9'414'976 kg für Butter- und Sahnelieferungen aus dem Ausland überschritten worden ist. Die relevanten Warenkategorien betreffen ausschließlich Güter, die jenseits bestehender Zollkontingente als sogenannte „Over-quota“-Importe ins Land gelangen. Experten zufolge ist so gut wie ausschließlich Butter betroffen, da Sahne außerhalb von Zollkontingenten praktisch nicht eingeführt wird. Nicht tangiert von der Zollmaßnahme sind die Länder, mit denen die USA ein bilaterales Freihandelsabkommen geschlossen haben, beispielsweise Kanada, Mexiko oder Australien. Das Ministerium beruft sich darauf, dass der Schritt im Einklang mit den Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) stehe.

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