18.03.2019 08:05
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
USA
USA: Rekordmengen an Käse an Lager
Die US-Kühlhausbestände von Fleisch und Milcherzeugnissen haben sich Anfang 2019 unterschiedlich entwickelt. Während die Käsebestände zum Stichtag 31. Januar nach Angaben des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (USDA) auf ein neues Allzeithoch gestiegen sind, hat sich die Situation bei Geflügel- und Schweinefleisch etwas entspannt.

Dem Washingtoner Ministerium zufolge befanden sich Ende Januar insgesamt 616'864 t Käse auf Lager. Das waren nicht nur 6,4% mehr als im Vorjahresmonat, sondern so viel wie noch nie seit Beginn der statistischen Aufzeichnungen im Jahr 1917.

Die Butterbestände haben sich gegenüber Dezember 2018 um 17,7% auf 95 741 t erhöht, blieben aber um 6,9% unter dem vergleichbaren Vorjahresniveau. Im Fleischbereich sind laut den Angaben der Washingtoner Analysten bei Rindfleisch die Lagermengen im Vorjahresvergleich gewachsen. Zum Stichtag erreichte die Gefrierhausmenge 216 520 t. Das waren 1,7% mehr als Ende Januar 2018.

Deutlich kräftiger war die Zunahme bei Schaffleisch mit 43,2% auf 17'407 t. Dagegen kam es bei Schweinefleisch binnen Jahresfrist zu Auslagerungen, denn die Kühlhausvorräte nahmen um 3,1% auf 255'240 t ab. Der bisherige Höchststand in einem Januar datiert hier aus dem Jahr 2016 mit 283'605 t. Abgenommen haben die Lagerbestände vor allem an Schinken, Koteletts und Schultern, während die von Bäuchen und Verarbeitungsfleisch im Vergleich zum Januar 2018 zugenommen haben.

Etwas geleert haben sich die Gefrierhäuser auch bei Geflügelfleisch, und zwar im Vorjahresvergleich insgesamt um 1,7% auf 559'937 t. Ende Januar 2018 war bei diesem Produkt noch ein historischer Höchststand an Lagervorräten gemeldet worden. Allerdings war die Entwicklung nicht einheitlich. Während die Gefrierhausmenge von Pouletfleisch zuletzt um 4% unter dem Vorjahresniveau lag, wurde diese bei Trutenfleisch um 3,7% übertroffen.

Für das laufende Jahr rechnet das USDA gegenüber 2018 mit einem Anstieg der gesamten Fleischerzeugung um 2,3% auf 47,51 Mio. t. Dabei wird der stärkste Anstieg für Schweinefleisch mit 3,8% und der schwächste für Trutenfleisch mit 0,4% prognostiziert.

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