7.07.2015 09:42
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Brasilien/Argentinien
USA: Rindermäster kritisieren Grenzöffnung
Brasilianische und argentinische Produzenten von frischem Rindfleisch sollen in Kürze wieder Zugang zum US-Markt bekommen, der ihnen nach Problemen mit der Maul- und Klauenseuche (MKS) in ihren Ländern bereits seit Jahren verschlossen ist. Das hat die US-Regierung vergangene Woche mitgeteilt.

Vom Washingtoner Animal and Plant Health Inspection Service (APHIS) wurden jetzt Regelungen zum Import von Rindfleisch aus Brasilien und Argentinien vorgelegt. Demnach soll die Einfuhr aus insgesamt 14 brasilianischen Bundesstaaten sowie aus Nordargentinien erlaubt werden, die von der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) als MKS-frei eingestuft wurden. 

US-Rinderzüchter wenig erbaut 

Voraussetzung sei, dass Brasília und Buenos Aires mit den USA Sanitärabkommen abschlössen und künftig unter anderem sicherstellten, dass in den Schlachthöfen sowohl eine Lebendbeschau der Tiere als auch die Fleischbeschau konsequent durchgeführt würden, berichtete APHIS. Zudem müssten die Tiere in den jeweiligen Regionen geboren, aufgewachsen und geschlachtet worden sein.

US-Präsident Barack Obama begrüsste die „baldige Wiederaufnahme“ der Handelsbeziehungen. Kritik kam dagegen von der Vereinigung der US-amerikanischen Rinderzüchter (National Cattlemen`s Beef Association - NCBA). Sollte MKS in die USA eingeschleppt werden, seien Schäden in Milliardenhöhe zu befürchten, so der Verband. Die Regierungen von Brasilien und Argentinien zeigten sich hingegen erfreut über die Fortschritte bei der Marktöffnung.

Zeichen für andere

Brasiliens Landwirtschaftsministerin Kátia Abreu prognostizierte, dass ihr Land künftig insgesamt etwa 100'000 t Rindfleisch pro Jahr in die USA liefern werde. Ausserdem erleichtere die Öffnung des US-Marktes Brasilien auch die Erschliessung weiterer internationaler Märkte.

Ähnlich äusserte sich Argentiniens Landwirtschaftsminister Carlos Casamiquela. Der US-Markt sei von entscheidender Bedeutung für die heimischen Rindfleischerzeuger, und seine Öffnung werde auch in anderen Staaten wahrgenommen, die ihre Grenzen unter Anbringung sanitärer Gründe für argentinisches Rindfleisch geschlossen hätten.

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