21.03.2013 06:45
Quelle: schweizerbauer.ch - sda/afp/Reuters
USA
USA werden 2013 wieder zum Netto-Ölexporteur
Zum ersten Mal seit fast zwei Jahrzehnten werden die USA in diesem Jahr mehr Öl im eigenen Land fördern als importieren. Grund für die Entwicklung ist die Erschliessung von Ölvorkommen, die bislang als schwer zugänglich galten.

Dabei wenden Energieunternehmen das sogenannte Fracking an. Bei der Methode werden Wasser, Sand und Chemikalien in Gestein gepresst. Durch den damit erzeugten Druck können Öl- oder auch Gasvorkommen freigesetzt werden. Die Technik ist umstritten. Kritiker warnen unter anderem vor Gefahren für das Trinkwasser durch den Einsatz von Chemikalien.

1995 das letzte Mal Netto-Ölexporteur

Ende des Jahres würden die USA fast zwei Millionen Barrel pro Tag mehr produzieren als importieren, teilte die US-Energiebehörde EIA am Mittwoch mit. Für Ende 2014 prognostiziert die EIA eine Ölfördermenge von mehr als acht Millionen Barrel pro Tag. Derzeit sind es sieben Millionen Barrel pro Tag und Anfang 2011 waren es noch weniger als sechs Millionen Barrel.

Zuletzt waren die Vereinigten Staaten vor 18 Jahren ein Netto-Ölexporteur gewesen. Noch vor einigen Jahren war das Land der grösste Ölimporteur der Welt.

Bis 2020 weltweit grösster Ölproduzent

Einer im November veröffentlichten Studie der Internationalen Energieagentur (IEA) zufolge könnten die USA in rund 20 Jahren gänzlich unabhängig von Energie-Importen sein.

Das Land werde seinen Energiebedarf voraussichtlich gegen 2035 fast vollständig aus eigenen Ressourcen decken können, hiess es in dem jährlichen Weltenergieausblick. Um das Jahr 2020 dürften die USA zum grössten Ölproduzenten der Welt vor Saudi Arabien aufsteigen.

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