1.06.2018 09:16
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Spanien
Wegen Strafzoll: Export bricht ein
Spaniens Export an Tafeloliven in die USA leidet kräftig unter dem Antidumpingzoll, den Washington seit einigen Monaten auf schwarze Tafeloliven aus dem südeuropäischen Land erhebt.

Wie spanische Medien am vergangene Woche unter Verweis auf Zahlen der US-Zollbehörde berichteten, lieferte Spanien im ersten Quartal dieses Jahres nur noch 4'000 t schwarze Tafeloliven in die USA. Das waren 42 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2017. 

Gleichzeitig sei der US-Import an schwarzen Tafeloliven aus anderen Erzeugerländern wie Ägypten, Marokko und die Türkei um gut 16% auf insgesamt 8'200 t gestiegen. Die Vereinigung der spanischen Exporteure von Tafeloliven (Asociación de Exportadores e Industriales de Aceitunas de Mesa - Asemesa) wertete die Zahlen den Berichten zufolge als „äusserst besorgniserregend“.

Für die kommenden Monate sei von einem noch kräftigeren Einbruch des spanischen Exportgeschäfts mit den USA auszugehen, denn im ersten Quartal sei die Wirkung der Strafabgabe noch nicht vollständig gewesen. Der volle Antidumpingzoll von 17,13% werde nämlich erst seit dem 28. Januar erhoben. Zudem seien im ersten Quartal 2018 noch zuvor abgeschlossene Lieferverträge gültig gewesen. 

Die USA sind der wichtigste Handelspartner Spaniens im Auslandsgeschäft mit Tafeloliven. Die Entwicklung bereitet aber auch deshalb Sorgen, weil Washington die Strafzölle bei ihrer Einführung mit der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) begründet hatte. Aus den GAP-Hilfen für die Betriebe resultiere ein unfairer Wettbewerbsvorteil der Produzenten in der EU.

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