21.09.2017 15:23
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Welthandel
Welthandel soll stärker wachsen
Die Welthandelsorganisation (WTO) hat ihren Wachstumsausblick für den weltweiten Handel deutlich hochgeschraubt. Aufgrund einer starken ersten Jahreshälfte korrigiert sie ihre Prognose für das Gesamtjahr von 2,4 hoch auf 3,6 Prozent.

Insgesamt ist der weltweite Warenhandel in den ersten sechs Monaten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 4,3 Prozent gewachsen. In den Industrieländern legten die Ausfuhren um 3,1 Prozent und die Einfuhren um 2,1 Prozent zu. In den Entwicklungsländern betrugen die Zuwächse 5,9 beziehungsweise 6,9 Prozent.

Deutliche Verbesserung

Verglichen mit einem Wachstum von 1,3 Prozent im Vorjahr erwartet die WTO nun für das gesamte laufende Jahr «eine deutliche Verbesserung» der Wachstumsdynamik. In Asien und Nordamerika sei 2017 mit einer steigenden Nachfrage nach Handelsgütern zu rechnen, so die WTO.

Der bessere Ausblick widerspiegelt nicht zuletzt die höhere Wachstumserwartung des weltweiten Bruttoinlandprodukts (BIP). In den meisten grösseren Volkswirtschaften habe das BIP im 2. Quartal angezogen, heisst es. Vor allem in China stieg es von 1,3 auf 1,7 Prozent. Die WTO rechnet mit einem globalen BIP-Wachstum von 2,8 Prozent, nach 2,3 Prozent 2016.

Sinkende Dynamik im 2018

«So erfreulich der Ausblick für den Handel ist, so bleiben doch beträchtliche Risiken», sagte WTO-Generaldirektor Roberto Azevedo. «Zu diesen Gefahren gehört, dass protektionistische Rhetorik in restriktive Handelsaktionen umgesetzt wird.» Auch wachsende geopolitische Spannungen und hohe Kosten durch Naturkatastrophen zählt Azevedo zu den Risiken.

Für 2018 rechnet die WTO mit einem etwas langsameren Wachstum von etwa 3,2 Prozent. Gründe dafür seien die erwartete Abkehr von der extrem lockeren Geldpolitik in den USA und in der Eurozone. Auch dürfte China die lockere Kreditvergabe einschränken, um eine Überhitzung der Wirtschaft zu verhindern.illionen Dollar aufgeblähte Bilanz angesichts der brummenden Wirtschaft ab Oktober eindampfen, wie sie am Mittwochabend bekannt gab.

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