Donnerstag, 21. Januar 2021
07.04.2014 14:14
Klima

Weltklimarat: Nicht-fossile Energien müssen massiv ausgebaut werden

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Der Weltklimarat (IPCC) hält einen massiven Ausbau nicht-fossiler Energien für nötig, um die Erderwärmung zu begrenzen. Das geht aus dem Entwurf der Zusammenfassung des dritten Teils des neuen IPCC-Zwischenberichts hervor, über den Wissenschaftler und Regierungsvertreter seit Montag in Berlin beraten.

Im AFP vorliegenden Dokument werden mehrere Strategien beschrieben, wie das Ziel einer maximalen Klimaerwärmung um zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter erreicht werden kann. Der zweite Teil des fünften IPCC-Zwischenberichts soll einschliesslich der Zusammenfassung am Sonntag veröffentlicht werden.

Milliarden nötig

Zwar wird keines der Szenarien in der Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger als bevorzugte Lösung dargestellt. Die meisten Ansätze halten aber eine «Verdreifachung oder beinahe Vervierfachung» der Energieversorgung ohne oder mit geringem CO2-Ausstoss für notwendig – immer gemessen bis 2050 gegenüber dem Basisjahr 2010.

Dazu gehören erneuerbare Energien, Atomkraft oder die Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid (CCS). In derartige Methoden müssten demnach jährlich 176 Milliarden Franken zusätzlich investiert werden, in fossile Energien hingegen 36 Milliarden Franken weniger pro Jahr fliessen.

IPCC-Zwischenbericht dreigeteilt

Die ersten beiden Teile des fünften IPCC-Zwischenberichts waren im vergangenen September beziehungsweise Ende März veröffentlicht worden. Dabei ging es um wissenschaftliche Grundlagen des Klimawandels sowie um dessen Risiken und Möglichkeiten der Anpassung.

Im nun anstehenden Bericht der Arbeitsgruppe III des Weltklimarats geht es um politische Strategien zur Begrenzung der Erderwärmung und deren Folgen. Im Oktober folgt abschliessend ein zusammenfassender Bericht, der die Ergebnisse der drei Teilberichte zusammenfasst. Die IPCC-Zwischenberichte fassen alle sechs bis sieben Jahre den wissenschaftlichen Erkenntnisstand der Klimaforschung zusammen.

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