12.09.2016 06:39
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Globaler Milchmarkt
Weltmilchmarkt: Preise steigen weiter
Am globalen Markt für Milcherzeugnisse hat sich die Aufwärtsbewegung der Preise weiter fortgesetzt. Bei der Auktion am Dienstag vergangener Woche an der internationalen Handelsplattform Global Dairy Trade (GDT) legte der zusammenfassende Index aller gehandelten Standardmilchprodukte gegenüber der vorherigen Versteigerung von Mitte August um 7,7% zu.

Seit Mitte Juli ist er damit um rund 30 % gestiegen. Besonders deutlich ging bei der jüngsten Handelsrunde mit den Butterpreisen nach oben, die im Mittel aller Kontraktlaufzeiten um 14,9 % auf 3'764 USD/t (3'672 Fr.) stiegen. Für Lieferungen im Oktober zahlten die Käufer sogar mehr als 4'000 USD/t (3'902 Fr.).

Mehr Geld für das Fetterzeugnis hatte der alleinige Anbieter Fonterra zuletzt Anfang März 2015 erlöst. Eine ähnlich starke Wertsteigerung erfuhr Butterreinfett mit 15,4% auf 4 769 USD/t (4'652 Fr.). Deutlich teurer als vor drei Wochen liess sich auch Cheddarkäse mit einem Preisplus von 9,0% auf 3'436 USD/t (3'352 Fr.) bei der internationalen Versteigerung verkaufen. Das war das höchste Niveau seit zwei Jahren. Noch etwas stärker ging es mit 10,0 % auf 2 224 $/t (1 994 Euro) im Schnitt aller Lieferkontrakte mit dem Preis für Magermilchpulver nach oben. Arla Foods erlöste dabei für sein mittelstark erhitztes und in Deutschland produziertes Magermilchpulver mit Fälligkeit im November 2'170 $/t (2'116 Fr.) und näherte sich damit wieder der Marke von 2 Euro für das Kilogramm.

Moderater fielen bei der letzten Auktion mit durchschnittlich 3,7% die Preisaufschläge für Vollmilchpulver aus, das im Mittel für 2'793 USD/t (2'724 Fr.) den Besitzer wechselte. Innerhalb der vergangenen zwei Monaten hat das Haupthandelsprodukt an der GDT jedoch gut ein Drittel an Wert hinzugewonnen und im Vorjahresvergleich mehr als die Hälfte. Mehr Geld mussten die Käufer im Vergleich zur Handelsrunde von Mitte August auch für Buttermilchpulver und Labkasein bezahlen, nämlich 6,8 % beziehungsweise 6,7%. Zudem stieg der Preis für Laktose um 2%, so dass letztlich alle an der GDT gehandelten Produkte mehr erlösten.

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