22.11.2015 06:02
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Globaler Milchmarkt
Weltmilchmarkt: Preissturz setzt sich fort
Am globalen Markt für Milcherzeugnisse haben sich Standardprodukte erneut nur mit stärkeren Abschlägen verkaufen lassen. Bei der Auktion an der internationalen Handelsplattform Global Dairy Trade (GDT) verloren am Dienstag vergangener Woche mit Ausnahme der Butter alle dort gehandelten Erzeugnisse an Wert.

Der zusammenfassende Preisindex sank gegenüber der vorangegangenen Auktion von Anfang November um 7,9%. Während der letzten drei Versteigerungsrunden summierte sich das Minus seit Anfang Oktober damit auf gut 18%. Bei der jüngsten Auktion standen wieder einmal die Preise für Milchpulver am stärksten unter Druck. Das mit Blick auf das Handelsvolumen wichtigste Produkt Vollmilchpulver ließ sich über alle Qualitäten und Lieferzeiten hinweg im Durchschnitt nur noch für 2'148 USD/t (2'186 Fr.) verkaufen; der alleinige Anbieter Fonterra musste damit im Vergleich zur Versteigerung vor zwei Wochen einen Abschlag von 305 USD (310 Fr.) oder 11% verkraften.

Deutliche Preiszugeständnisse mussten auch wieder bei Magermilchpulver gemacht werden. Im Mittel aller Kontrakte ging der Verkaufserlös an der GDT gegenüber der Handelsrunde von Anfang November um 8,1% auf 1'851 USD/t (1'884 Fr.) zurück; im Vorjahresvergleich fehlten den Verkäufern damit rund 450 USD (458 Fr.) oder 20%. Da Arla, Amul oder andere Hersteller kein Magermilchpulver bei der Auktion anboten, blieb Fonterra der einzige Verkäufer. Andere Milcherzeugnisse verbuchten bei der jüngsten Handelsrunde ebenfalls Wertverluste. So gab der Preis für Kasein im Vergleich zur Auktion vor zwei Wochen um 4,4% auf 5'250 $/t (5'345 Fr.) nach, derjenige für Cheddarkäse um 5% auf 2'874 $/t (2'926 Fr.). Unterschiedlich war die Entwicklung bei Milchfett.

Der Preis für Butterreinfett ging um 5,9% zurück, während die Käufer für normale Butter mit 2'709 USD/t (2'758 Fr.) im Vergleich zur vorherigen GDT-Runde 5,6% mehr Geld anlegen mussten. Butter blieb damit das einzige Erzeugnis, das im Wert zulegen konnte, obwohl das Angebot aller offerierten Milcherzeugnisse mit 31'425 t um gut 11% unter der vorherigen Auktionsmenge lag und das Vorjahresaufkommen sogar um gut ein Fünftel unterschritten wurde.

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