14.11.2016 13:59
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Dänemark
Weniger Schweine in dänischen Ställen
Die Schweinemäster in Dänemark werden im Winter 2016/17 voraussichtlich weniger schlachtreife Tiere an ihre Abnehmer liefern können als im Vorjahr, denn sie haben ihre Bestände merklich reduziert.

 Laut Angaben des dänischen Dachverbandes der Agrar- und Ernährungswirtschaft (L&F) wurden am Stichtag 1. Oktober 2016 insgesamt 12,34 Millionen Schweine in dem nördlichen Nachbarland gehalten; das waren 519 000 Tiere oder 4,0 % weniger als ein Jahr zuvor. Rückläufige Bestände wurden bei der Stichprobenerhebung in allen Kategorien festgestellt, insbesondere aber bei Ferkeln und Mastschweinen. Die Zahl der Tiere mit einem Gewicht von weniger als 20 kg nahm binnen Jahresfrist um 135 000 oder 5,2 % auf 2,45 Millionen Stück ab.

Bei den Läufern mit einem Gewicht von 20 kg bis 50 kg belief sich das Minus dagegen „nur“ auf 2,9 %; in diesem Segment wurden 5,70 Millionen Tiere gezählt. Der Bestand an Mastschweinen verringerte sich mit 6,0 % auf 2,95 Millionen Stück relativ gesehen am stärksten. Den Statistikern aus Kopenhagen zufolge stockten die dänischen Erzeuger auch ihre Sauenherde ab. Im Vergleich zum Oktober 2015 ging die Zahl der weiblichen Zuchttiere insgesamt um 29 000 Tiere beziehungsweise 2,3 % auf 1,22 Millionen Stück zurück. Dabei nahm der Bestand an trächtigen Tieren um 2,7 % auf 759'000 Stück ab; bei den nicht tragenden Sauen wurde ein Abbau um 1,7 % auf 457 000 Tiere festgestellt. Der bereits zuvor verringerte Schweinebestand und die stetig zunehmende Zahl der exportierten Ferkel haben von Januar bis September die dänischen Schweineschlachtungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich sinken lassen, und zwar nach Angaben von L&F um 320 225 Tiere oder 2,3 %.

Das Schlachtunternehmen Danish Crown hatte kürzlich angekündigt, den Schweinemästern einen Aufschlag von rund 8 Cent/kg im Vergleich zu einem Durchschnittspreis der Länder Deutschland, Spanien, Frankreich und Niederlande zahlen zu wollen, um so die Erzeugung im eigenen Land zu stärken. Marktexperten zufolge ist der Rückgang der Schlachtungen in den vergangenen Jahren jedoch vor allem durch den immer höheren Export von dänischen Ferkeln bedingt, der durch den Preisaufschlag nicht unmittelbar eingedämmt würde.

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