12.05.2019 15:04
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Europa
Wolf: Verantwortung bei EU
EU-Umweltkommissar Karmenu Vella sieht die Hauptverantwortung beim Wolfsmanagement bei den EU-Staaten.

In seiner Antwort auf eine Parlamentarische Anfrage des Vorsitzenden des Landwirtschaftsausschusses im EU-Parlament, Czeslaw Adam Siekierski, verwies der maltesische Kommissar jüngst auf die Verpflichtungen, die sich aus der Fauna-Flora- Habitat-(FFH)-Richtlinie zum Schutz der Wölfe ergeben.

Diese verpflichte die Mitgliedstaaten, Massnahmen zu ergreifen, um den günstigen Erhaltungszustand geschützter Arten einschliesslich des Wolfes sicherzustellen. Seine Behörde unterstütze die Mitgliedstaaten dabei, dieses Ziel zu erreichen und die Herausforderungen zu bewältigen, denen sie im Zusammenhang mit der Erhaltung grosser Fleischfresser gegenüberstünden.

Als Beispiel nannte Vella die Verringerung potentieller Konflikte mit menschlichen Aktivitäten. Zudem verwies der Umweltkommissar auf seinen gemeinsamen mit EU-Agrarkommissar Phil Hogan verfassten Brief. Darin hatten beide die Landwirtschafts- und Umweltminister der EU aufgefordert ihre Massnahmen zum Schutz landwirtschaftlicher Nutztiere finanziell stärker zu unterstützen. Dazu zählten anfallende Kosten für Herdenschutzhunde, spezielle Zäune, Zusatzarbeiten und Erhaltungsmassnahmen. Überdies verweisen die beiden Kommissare auf die dafür den Staaten zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel zur ländlichen Entwicklung sowie für Projekte im Rahmen des Programms LIFE zur Förderung des Naturund Umweltschutzes.

Ferner machte Vella auf den Aktionsplan der Kommission für Natur, Mensch und Wirtschaft aufmerksam. Dieser konzentriere sich auf die verbesserte Umsetzung der Naturschutzrichtlinien in enger Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten und verschiedenen Interessengruppen und umfasse Massnahmen zur Unterstützung des Managements der Wolfspopulationen.

Siekierski, Mitglied in der Fraktion der europäischen Volkspartei (EVP), wollte in seiner Anfrage unter anderem von der Brüsseler Behörde wissen, welche Massnahmen die Kommission zur Reduzierung der Wolfsbestände in besonders betroffenen Regionen plane. 

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