23.11.2016 07:09
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
EU
Zitrusfrüchte: Keine Kontrollen mehr
Der Gemischte Ausschuss Schweiz-EU für Landwirtschaft hat beschlossen, künftig die Konformitätskontrollen auch bei Zitrusfrüchten anzuerkennen.

Obst und Gemüse, das in der Europäischen Union (EU) verkauft wird, muss bestimmte Qualitäts- und Kennzeichnungskriterien erfüllen. Das Agrarabkommen von 1999 hält fest, dass die EU die Gleichwertigkeit der Kontrollen, die die Schweiz bei diesen Erzeugnissen vornimmt, anerkennt. Bisher fielen die Zitrusfrüchte jedoch nicht in den Geltungsbereich dieser Anerkennung. Zitrusfrüchte aus der Schweiz, die in die EU exportiert wurden, mussten bei der Einfuhr in die EU erneut kontrolliert werden.

Mit der weiteren Harmonisierung der pflanzenschutzrechtlichen Bestimmungen der Schweiz und der EU konnte die Gleichwertigkeit der Schweizer Kontrollen auf Zitrusfrüchte ausgedehnt werden, teilt das Bundesamt für Landwirtschaft mit. Dieser Beschluss des Gemischten Ausschusses für Landwirtschaft tritt am 1. Februar 2017 in Kraft.

Der Gemischte Ausschuss Schweiz-EU für Landwirtschaft tagte am 16. November 2016 in Brüssel. Es war das 16. Treffen. Das Gremium ist für die Verwaltung und Einhaltung des Agrarabkommens zuständig. Beide Parteien haben signalisiert, die Arbeiten zur Ausdehnung des Geltungsbereichs des bilateralen Agrarabkommens in den Bereichen Saatgut, Futtermittel, Wein und Spirituosen sowie bei der gegenseitigen Anerkennung der geschützten Ursprungsbezeichnungen (GUB) und der geschützten geografischen Angaben (GGA) für landwirtschaftliche Erzeugnisse und Lebensmittel fortzuführen.

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