6.07.2020 19:14
Quelle: schweizerbauer.ch - rup
Milchmarkt
BIG-M attackiert BOM-Vertretung
Am Milchmarkt stehen die Zeichen derzeit auf Sturm. BIG-M kritisiert sieben Produzentenvertreter, die im Vorstand der Branchenorganisation Milch Einsitz nehmen.

Im April gab die Branchenorganisation Milch (BOM) grünes Licht für den Import von 1000 Tonnen Butter. Gleichzeitig sollte der Mehrerlös des zu erwartenden höheren Marktpreises für Schweizer Butter den Produzenten weitergegeben werden. Doch bekanntlich sind die Molkereimilchpreise in der Folge sogar gesunken.

Die Bäuerliche Interessengemeinschaft für einen fairen Milchmarkt (BIG-M) kritisiert in einer Mitteilung nun die sieben Produzentenvertreter, welche neben den drei Vertretern der Schweizer Milchproduzenten im BOM-Vorstand Einsitz nehmen. Namentlich: Rudolf Bigler (Aaremilch), Sepp Dörig (PO Ostschweiz), Christian Banga (Miba), Jürg Dummermuth (Mittellandmilch), Pirmin Furrer (ZMP), Mireille Hirt (BPLC), René Schwager (Mooh).

BIG-M stellt die Vertretung der Milchbauern durch Milchhandelsorganisationen grundsätzlich in Frage. «Eine Produzentenvertretung soll sich hart für die Bauern einsetzen können, sodass am Schluss auch die Gegenseite in einem fairen Kompromiss Haare lassen muss», so die BIG-M in einer Medienmitteilung. Das sei heute nicht möglich. «Wie soll ein Milchhändler (Anm. der Redaktion: Gleichzeitig auch Milchproduzent) hart bleiben können, wenn er gegenüber derjenigen Person sitzt, der er am anderen Tag wieder Milch zu guten Konditionen verkaufen muss?», fragt die BIG-M. 


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