25.03.2020 13:36
Quelle: schweizerbauer.ch - hal
Milchmarkt
BIG-M nimmt BOM in Pflicht
Der tiefe Milchpreis sei jahrelang mit dem Butterberg gerechtfertigt worden, schreibt die Milchbauernorganisation BIG-M. Aus dem Butterberg sei aber inzwischen ein Butterloch geworden.

Trotzdem werde in diesem Frühling B-Milch für unter 40 Rappen eingekauft, kritisiert BIG-M. Anstatt Butter im A-Segment zu produzieren, werde die Milch im «schlechten B-Segment» belassen und gleichzeitig wolle man dann einfach Butter aus dem Ausland importieren.

BIG-M nennt die Gewinner in dieser Situation: «Für die Verarbeiter geht die Rechnung auf.» Mit dem Import von Butter lasse sich einerseits noch zusätzlicher Gewinn erzielen, während andererseits die Auslastung der Anlagen für die Überschussverwertung gut bleibe. Die Branchenorganisation Milch (BOM) wird in die Pflicht genommen: «Eigentlich wäre sie dazu da, dass genau eine solche Vernichtung von Wertschöpfung für die Bauern nicht passiert.»

Die BOM-Mitglieder müssten ihre Verantwortung ernstnehmen und dafür sorgen, dass in den kommenden milchstarken Monaten die Herstellung von Produkten mit geringer Wertschöpfung gestoppt und stattdessen koordiniert Butter für das Weihnachtsgeschäft 2020 hergestellt wird.


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