16.02.2017 15:15
Quelle: schweizerbauer.ch - Reto Blunier, Daniel Salzmann
Milchmarkt
Coop rechnet mit steigenden Milchpreisen
Nächste Woche könnte der Richtpreis für A-Milch angehoben werden. Der Detailhändler Coop jedenfalls bietet dazu Hand. Was denken Sie, liebe Leserinnen und Leser? Wird der Richtpreis steigen? Diskutieren Sie mit und stimmen Sie ab.

Am nächsten Dienstag entscheidet der Vorstand der Branchenorganisation Milch (BOM) über den A-Richtpreis für die Monate April bis Juni 2017. Eine Erhöhung steht im Raum. «Wir von Coop würden uns nicht gegen eine allfällige Erhöhung wehren», betonte Philipp Wyss, Leiter Beschaffung/Marketing, am Dienstag gegenüber dem «Schweizer Bauer». Wyss geht davon aus, dass der Richtpreis für Molkereimilch im A-Segment in den kommenden Monaten steigen wird.

Tatsächlich hat der Molkereimilchpreisindex, den der Bund monatlich berechnet, mit 65,39 Rp./kg bereits den aktuellen A-Richtpreis von 65,00 Rp./kg überschritten. Und der Trend zeigt klar nach oben. Der Schweizer Bauernverband (SBV) hat erst letzte Woche höhere Milchpreise gefordert. Er kritisierte, dass die rückläufige Milchmenge und die  verbesserte Lage auf den internationalen Märkten sich kaum auf den A-Milch-Preis für die Produzenten niederschlage. Laut dem SBV sind die aktuellen Molkereimilchpreise für die Bauern nicht kostendeckend. Der Richtpreis ist seit rund einem Jahr stabil. Die Branchenorganisation Milch (BOM) kürzte auf das 2.Quartal 2016 den Richtpreis für A-Milch franko Rampe um 3 von 68 auf 65 Rp./kg.

Deutlich wachsen konnte Coop, wie andere Detailhändler auch, im Bereich Nachhaltigkeit und Regionalität. «Hier liegt unser grösstes Differenzierungspotenzial», hob Sutter hervor. Im Biosegment (Naturaplan) wuchs der Umsatz um 6,3% oder 63 Mio. Fr. auf 1,05 Mrd. Fr. Beim Label Naturfarm, das auf Fleisch und Eier aus Schweizer Auslaufhaltung setzt, wurde ein Wachstum um 2,9% (+13 Mio. Fr.) auf 456 Mio. Fr. verzeichnet. Gar um 21% (+30 Mio. Fr.) legte Coop bei den Regionalprodukten «Miini Region» zu. Der Umsatz kam auf 170 Mio. Fr. zu liegen. Bei der Regionalität sieht der Coop-Chef weiteres Potenzial. «Bei Umfragen hat dieses Thema enorme Bedeutung», so Sutter. Für 2017 geht er wiederum von einem Wachstum im zweistelligen Prozentbereich aus. blu 

 

 

 

 

 

 

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