20.04.2017 07:08
Quelle: schweizerbauer.ch - sal
Milchmarkt
Emmi hält an den Abzügen fest
Die Delegierten der Milchproduzenten Mittelland (MPM, Emmi-Direktlieferanten) stimmten letzte Woche mit 71 zu 11 Stimmen einem Antrag des Milchproduzentenvereins Furttal/Limmattal zu. Sie verlangen, dass Emmi aufgefordert wird, die Marktabzüge (im April werden dafür 2,4 Rp./kg ausgewiesen) rückwirkend auf den 1.April einzustellen.

Diese seien angesichts des erneut gestiegenen Gewinns (140,3 Mio. Franken) nicht mehr gerechtfertigt. Was sagt Emmi dazu? Geht Emmi auf das Anliegen ihrer Lieferanten ein, sodass der Milchpreis für die Emmi-Lieferanten schon im April um 2,4 Rp. steigt?

Emmi-Sprecherin Sibylle Umiker erklärt dazu: «Wir gehen davon aus, dass der Antrag der Mimo-Lieferanten in den nächsten Wochen auf dem ordentlichen Weg bei uns eingehen wird. Selbstverständlich werden wir diesen Antrag prüfen und dann auf den Juli hin mit unseren Milchlieferanten darüber verhandeln. Diese Verhandlungen werden wir jedoch nicht im Vorfeld über die Medien führen. Hierfür bitten wir um Ihr Verständnis. Zum gegebenen Zeitpunkt werden wir Ihre Fragen jedoch selbstverständlich beantworten.»

Die Marktabzüge beziehen sich unter anderem auf Importabwehr beim Käse (z.B. Mozzarella) und auf vertikale Abzüge beim Schoggigesetz, wo die Gelder nicht reichen (Emmi liefert Milchpulver z.B. an Lindt&Sprüngli, die Schoggi exportieren). 

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