7.08.2017 13:42
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Europäischer Milchmarkt
EU-Milchpreis klettert auf 33.70 Ct
In der Europäischen Union sind die Milchpreise im Steigflug. Der durchschnittliche Milchpreis der 15 führenden Molkereien Europas ist im Juni im Vergleich zum Vormonat um 0.51 Cent auf 33.69 Cent (38.40 Rp.) gestiegen.

Während die Preise in der Schweiz seit Monaten auf demselben Niveau verharren oder gar nachgeben, haben die Produzentenpreise in Europa zugelegt. Dies geht aus einem Artikel von Topagrar Online hervor. Das Newsportal bezieht sich auf den monatlichen Bericht des niederländischen Bauernverbandes LTO.

Der durchschnittliche Preis lag im Juni bei 33.69 Cent je Kilo (38.40 Rp.). Das sind 29.2 Prozent oder 7.62 ct/kg mehr als im Vorjahresmonat. Den höchsten Milchpreis im Juni bezahlte die italienische Granarolo mit 38.77 Cent (44.20 Rp.). Auf Rang 2 im LTO-Ranking folgt die niederländische FrieslandCampina mit 35.75 Cent (40.80 Rp.). Den dritten Platz belegt die belgische Milcobel mit 35.01 ct (39.90 Rp.).

Das deutsche Milchkontor (DMK), welches aufgrund tiefer Milchpreise einen Drittel seiner Milchmenge verlieren wird, erhöhte im Juni den Produzentenpreis um 1 Cent auf 33.90 Ct/kg (38.65 Rp.). Auf dem letzten Rang im Ranking liegt die irische Molkerei Dairy Crest. Sie zahlte ihren Bauern einen Milchpreis von 29.05 Cent (33.10 Rp.). Die Iren ist auch die einzige Molkerei, welche im Juni den Milchpreis senkte (-1.6 Cent). Auf dem zweitletzten Rang liegt die französische Lactalis mit 30.84 Ct (35.15 Rp.).

Das Ranking des LTO vergleicht die Preise auch im globalen Kontext. Im Juni lag der Produzentenpreise der neuseeländischen Fonterra bei 34.23 Cent (39 Rp.). Der durchschnittliche Milchpreis in den USA wird mit 36.97 Cent (42.2 Rp.) angegeben. Auch der grösste Schweizer Milchverarbeiter findet Aufnahme im Vergleich. Bei Emmi wurde ein durchschnittlicher Milchpreis von 47.44 Cent (54.1 Rp.)  publiziert.

Die Preise im LTO-Ranking beziehen sich auf eine Milch mit 4,2% Fett, 3,4% Eiweiss, eine Jahresanlieferung von 500’000 kg, 249’999 Zellen und 24’999 Keimen.

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