5.10.2015 17:05
Quelle: schweizerbauer.ch - lid/blu
Europäischer Milchmarkt
EU-Milchpreise stabilisieren sich auf tiefem Niveau
Gegenüber dem Vormonat entsprechen die Augustpreise von 30,91 Cent (33,7 Rp.) pro Kilo Milch einem Plus um 0,07 Cent, wie aiz.info schreibt. Im Vorjahresvergleich liegen die Preise aber noch immer um 7,7 Cent (8,4 Rp.) tiefer.

Der leichte Anstieg des sogenannten LTO-Durchschnittspreises wird vor allem auf die Erhöhung des Produzentenpreises in den französischen Molkereien Bongrain (+1,1 Cent) und Sodiaal (+3,1 Cent) zurückgeführt. Andere Molkereien wie Lactalis (-0,3 Cent), DMK (-1 Cent), Arla (-1 Cent) oder Friesland Campina (-1,5 Cent) senkten ihre Preise allerdings auch im August. Zumindest Lactalis hat aber bereits eine Preiserhöhung angekündigt. 

Von den grossen Molkereien am meisten für die Milch bezahlt hat Hämeenlinnan aus Finnland mit 39,72 Cent (43,3 Rp.). Am wenigsten erhielten die Lieferanten des holländischen Verarbeiters DOC Cheese mit 24,19 Cent (23,4 Rp.). Zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Produzentenpreis ergab sich eine Differenz von 15,5 Cent. Der Preis bezieht sich auf Standardmilch mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiss sowie einer jährlichen Anlieferung von 500'000 kg.

Gemäss den LTO-Experten wird in mehreren EU-Mitgliedsländern derzeit mehr Milch als im Vorjahr produziert, darunter fallen Irland, Polen und die Niederlande. Auch ausserhalb Europas ist in einigen Ländern das Milchangebot gestiegen. China haltet sich aber derzeit als Käufer auf dem Weltmarkt eher zurück. Für positive Stimmung am Milchmarkt sorgten die jüngsten drei Auktionen an der internationalen Handelsplattform GlobalDairyTrade (GDT).

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