16.12.2012 09:44
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Milchmarkt
Franzosen plädieren für zusätzliche Eingriffsmöglichkeiten am Milchmarkt
Frankreich drängt an mehreren Fronten auf eine stärkere Regulierung des europäischen Milchmarkts nach dem Auslaufen der Quotenregelung im Jahr 2015. Sowohl die französische Regierung als auch der zuständige Berichterstatter im Europaparlament, Michel Dantin, pochen auf die Entschädigung von Erzeugern, die im Krisenfall auf einen Teil ihrer Milchproduktion verzichten.

Während Agrarminister Stéphane  Le Foll mit solchen Plänen bei der Europäischen Kommission vorspricht, formulierte Dantin seine Ideen mittlerweile in einem Kompromissantrag aus, über den der Landwirtschaftsausschuss des Europaparlaments Ende Januar abstimmen wird. Darin will der französische EVP-Abgeordnete der Kommission das Recht einräumen, bei einer schweren Störung des Milchmarkts und insbesondere dann, wenn der Milchpreis auf 24 Cent/l oder weniger absinken sollte, wenigstens drei Monate lang zusätzliche Beihilfen zu gewähren.

Förderfähig wären Landwirte, die ihre Milchproduktion im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um wenigstens 5 % kürzen. Diese Produktionsverringerung könnte durch die kostenlose Abgabe von Milch an karitative Einrichtungen erreicht werden. Im Gegenzug sollen Erzeuger, die ihre Produktion gleichzeitig um 5 % oder mehr erhöhen, mit Sanktionen belegt werden. Über die konkrete Ausgestaltung der Beihilfen beziehungsweise Abgaben würde die Kommission entscheiden.

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