18.08.2020 15:43
Quelle: schweizerbauer.ch - hal
Milch
Gefrierpunkt: Keine Sanktionen
Der Vorstand der Schweizer Milchproduzenten (SMP) unterstützt den Vorschlag, das Kriterium Gefrierpunkt in der Milchprüfung in Zukunft mit dynamischen Beanstandungsgrenzen zu kontrollieren. Bis zur technischen Umsetzung soll beim Gefrierpunkt weiter auf Sanktionen verzichtet werden.

Eigentlich ist der Gefrierpunkt dazu da, die Wässerung von Milch aufzudecken. Doch in letzter Zeit häuften sich die Fälle von erhöhten Gefrierpunkten ohne Wässerung. Deshalb wurde das Kriterium untersucht. Bekanntlich hätten plötzlich aufgetretene und unerklärbare Ergebnisschwankungen viel zu reden gegeben, weil damit Preiseinbussen verbunden waren, schreiben die Schweizer Milchproduzenten (SMP) gestern Dienstag in einer Mitteilung. 

Nach intensiver Arbeit könne eine technische Arbeitsgruppe der Milchprüfungskommission weder schlüssige Aussagen zu den Gründen machen, noch seien Laborfehler oder Mängel im QS-System gefunden worden. Vor diesem Hintergrund habe die Arbeitsgruppe einen Lösungsvorschlag ausgearbeitet, wie in Zukunft mit den vorkommenden Ergebnisschwankungen gerecht umgegangen werden kann. 

Neu sollen monatlich dynamische Beanstandungsgrenzen basierend auf dem Mittelwert aller Proben festgelegt werden. Beanstandet werden nur statistisch nachgewiesene Ausreisser. Dieser Vorschlag wird vom SMP-Vorstand unterstützt. Ziel sei es, diese Änderungen möglichst schnell in Kraft treten zu lassen. «Bis dies der Fall ist, soll beim Gefrierpunkt weiter auf Sanktionen verzichtet werden», heisst es weiter. 

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