3.01.2018 12:37
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Jahresrückblick 2017 (8/8)
Keine Besserung bei der Milch
Der Schweizerische Bauernverband (SBV) zieht Bilanz über das Jahr 2017. In der achtteiligen Serie erfahren Sie das Wichtigste zum Landwirtschaftsjahr 2017. Im achten und letzten Teil geht es um den Milchpreis.

Die Milchpreise lagen anfangs Jahr für viele Industriemilchproduzenten auf einem existenzbedrohend tiefen Niveau. Etwas erfreulicher war die Lage bei der Biomilch, während die Käsereimilchproduzenten im Durchschnitt ebenfalls rückläufige Milchpreise realisierten.

Der Kampf um die Verbesserung des Richtpreises für die A-Milch prägte dementsprechend die erste Hälfte des Jahres 2017. Der Rückgang der Milchproduktion seit dem zweiten Semester 2016 führte zu einer zunehmend besseren Ausgangslage.

Nachfrage nach Milch steigt


Die weltweite Nachfrage nach Milch und Milchprodukten stieg ebenfalls. Insbesondere Butter war vermehrt gefragt, während das Milcheiweiss weniger begehrt war.

Wichtig waren aber nicht zuletzt die wieder ansteigenden Importe von China. Zu einer leichten Entlastung führte im Aussenhandel der stärkere Eurokurs. Die Branchenorganisation Milch erhöhte am 23. August den Richtpreis der A-Milch für das letzte Quartal 2017 um 3 Rappen auf 68 Rappen pro Kilogramm Milch.

Aktuell sehen die Prognosen für die weitere Entwicklung auf dem Weltmarkt gut aus. Es wird nicht erwartet, dass die Preise auf das tiefe Niveau der Jahre 2015/2016 zurückfallen. Falls die Milchproduktion in der Schweiz nicht übermässig ausgedehnt wird, kann sich auch in der Schweiz der Milchpreis weiter verbessern.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE