16.06.2017 12:00
Quelle: schweizerbauer.ch - sam
Milchpreis
Migros kritisiert BOM-Vorstand
Auch nach einem zweiten Treffen mit der «Gruppe Aebi» will die Migros den Milchpreis nicht freiwillig erhöhen. Die Migros ihrerseits kritisiert das Verhalten von Vorstandsmitgliedern der Branchenorganisation Milch (BOM).

Keine Bewegung im Streit um die Erhöhung des Milchpreises. Dieses Fazit drängt sich auch nach einem zweiten Treffen von bäuerlichen Parlamentariern und Verbandsvertretern unter der Ägide von Nationalrat Res Aebi (SVP, BE) mit Spitzenvertretern der Migros auf.

Gegenüber einer Parlamentarierdelegation hat die Migros gemäss Sprecher Luzi Weber einmal mehr bestätigt, dass sie über ihre Molkerei ELSA den A-Richtpreis von 65 Rp./kg franko Rampe einhalte, aber nicht gewillt sei, wie Mitbewerber Coop freiwillig 3 Rp./kg mehr zu bezahlen.  Da die Migros neben Elsa  noch von weiteren Molkereien Milch und Milchprodukte bezieht, fordert sie von diesen erneut «mit Nachdruck», dass auch diese ihren Produzenten mindestens den A-Richtpreis auszahlen und keine Abzüge für die Produkte im Molkereisegment vornehmen. «Die Migros wird das Einhalten dieser Forderung überprüfen», betont Weber.  Wenn alle Akteure im Milchmarkt dem Beispiel der Migros folgen würden, dann würde sich die Lage der Milchproduzenten in der Schweiz verbessern.

Die Migros begrüsse deshalb, wenn sich andere Akteure im Milchmarkt ihrem Preisniveau annähern würden. Im Übrigen verurteilt die Migros, dass die Spielregeln in der Milchbranche von einigen Akteuren nicht eingehalten werden. «Es darf nicht sein, dass Mitglieder der Branchenorganisation Milch (BOM), die sich an die Regeln halten, kritisiert werden, und dass einzelne Vorstandsmitglieder der BOM versuchen, sich durch Indiskretionen zu profilieren», betont Weber.

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