6.02.2017 18:37
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Europäischer Milchmarkt
Milch: EU-Produzentenpreise legen zu
In der Europäischen Union sind im Dezember die Produzentenpreise für Milch erneut gestiegen. Führende europäische Molkereien zahlten ihren Lieferanten im Schnitt 32,09 Cent netto/kg (34.65 Rp./kg), schreibt aiz.info. Der Jahresdurchschnittspreis 2016 hingegen lag 9,1% unter dem Vorjahreswert.

Im Dezember lagen die Produzentenpreise um 1.23 Cent höher als im November. Gegenüber dem Vorjahresniveau wurde ein Plus von 2,9 Cent oder 10% verzeichnet. Der durchschnittliche Preis kam auf 32.09 Cent zu liegen.

Fast alle Molkereien, mit Ausnahme von Danone (F) und Kerry (Irl), haben die Produzentenpreise erhöht. Gemäss LTO (Preiserhebung niederländischer Bauernverband) haben mehrere Verarbeiter auch für Januar ihre Auszahlung erhöht. Einige wenige Molkereien haben auch für Februar ein Plus angekündigt.

Der LTO hat aus den monatlichen Produzentenpreisen der erfassten Milchverarbeiter einen Jahresdurchschnitt für 2016 errechnet. Dieser hat sich 2016 im Vergleich zu 2015 deutlich verschlechtert. Der Durchschnittspreis lag bei 27.91 Cent/kg (30.1 Rp./kg), 2.8 Cent oder 9.1 Prozent tiefer. Nur im Krisenjahr 2009 war der Milchpreis im Mittel noch tiefer. Einige Verarbeiter könnten aber Nachzahlungen gewähren, der definitive Milchpreis wird erst in den kommenden Monaten publiziert.

Der LTO-Durchschnittswert wird jeden Monat in Kooperation mit EDF (European Dairy Farmers) auf Basis der Auszahlungsleistungen von 16 grossen Milchverarbeitern in Nord- und Mitteleuropa für Standardmilch mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiss sowie einer jährlichen Anlieferung von 500’000 kg errechnet.

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