29.08.2019 19:32
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Milchmarkt
Milch: Nächste Monate entscheidend
Nach der Lancierung des Branchenstandards «Swissmilk green» beobachten die Schweizer Milchproduzenten (SMP) den Milchmarkt genau. Ausserdem will der Verband die Bezeichnung "Milch" vor missbräuchlicher Verwendung schützen.

Die nächsten Monate verlangen von den Schweizer Milchproduzenten (SMP) höchste Aufmerksamkeit, wie sie in einer Medienmitteilung schreiben.

Mit der Lancierung des Branchenstandards "Swissmilk green" und der damit einhergehenden Erhöhung des A-Milchpreises um 3 Rappen sollten nun auch die Ladenpreise dementsprechend steigen. "Die Schweizer Milchproduzenten werden genau beobachten, wie sich einerseits die Milchpreise und anderseits die Konsumentenpreise und die Margen entwickeln werden", heisst es in der Mitteilung. "Der Herbst bleibt für die Milch heiss", halten die SMP fest.

Die Revision der Verordnung zum Lebensmittelrecht soll Milchprodukteweiterhin als tierisches Lebensmittel schützen. So verlangen die SMP die Beibehaltung der Vorgabe, dass zum Beispiel ein Fondue Käse enthalten muss. Damit sollen Kunden vor Täuschungen geschützt werden.

Des Weiteren hat der SMP-Vorstand die anstehenden Freihandelsabkommen besprochen. Sie sehen sie im Freihandelsabkommen mit Indonesien keine Probleme. Die Hauptherausforderung bilden aus der Sicht der SMP die nicht-tarifären Handelshemmnisse, insbesondere fehlende Anerkennung und Schutz der Ursprungsbezeichnungen vor Ort. Für eine Beurteilung des Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten lägen noch nicht genügend Informationen zu den Umweltanforderungen vor.

Die SMP stimmt dem Vorschlag zu, die muttergebundene Kälberaufzucht rechtlich zu ermöglichen. Voraussetzung dabei ist es, dass die Qualitätskriterien der Verarbeitung strikt erfüllt bleiben. Bei entsprechender Nachfrage kann sich daraus eine Nische entwickeln.

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