9.06.2017 15:58
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Milchmarkt
Milch: SBV bereitet Aktion vor
Mit den tiefen Produzentenpreisen vermögen die Milchbauern ihre Kosten nicht zu decken. Der Schweizer Bauernverband (SBV) fordert, dass die Verarbeiter einen Richtpreis ohne ungerechtfertigte Abzüge bezahlen. Sollten sie dieser Forderung nicht nachkommen, wird eine «gezielte» Aktion erfolgen.

«Die Preise für Molkereimilch sind zu tief. Der Vorstand des Schweizer Bauernverbands (SBV) bekräftigt deshalb die unbedingte Notwendigkeit für eine Preisanpassung auf den 1. Juli 2017», heisst es in einem Communiqué des SBV.

«Wir fordern den Richtpreis ein, den die Branchenorganisation Milch (BOM) nach klaren Indikatoren jeweils festlegt. Dieser Richtpreis für Molkereimilch im A-Segment (für den geschützten Inlandmarkt) wurde auf 65 Rappen je Kilo festgelegt. Wir wollen, dass dieser Richtpreis nun den Milchbauern ausbezahlt wird. Ungerechtfertigte respektive nicht ausgewiesene Abzüge wie beispielsweise jene für die Frankenstärke oder die Butterabräumung soll es nicht mehr geben», sagte Markus Ritter in einem Interview mit schweizerbauer.ch.

Detailhändler, Milchverarbeiter und -käufer werden vom SBV aufgefordert, auf Anfang Juli diese Vorgaben umzusetzen. Diese werden schriftlich unterbreitet. Ritter schloss gegenüber schweizerbauer.ch Demonstrationen und Aktionen bei Verarbeitern nicht aus, sollte sie den Forderungen nicht nachkommen. Der Verband wird nun ein wenig konkreter.

Der Vorstand des Bauernverbandes hat am Freitag beschlossen, in der ersten Juliwoche eine gezielte Aktion gegenüber jenen Abnehmern durchzuführen, welche den Milchproduzenten ihren Anteil an der Wertschöpfung weiter verweigern. Diese Aktion wird nun vorbereitet. Weitere Details würden später kommuniziert.

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