27.05.2017 13:05
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
Milchbauern erwarten anziehende Milchpreise
. Die Milcherzeuger liefern im bisherigen Jahresverlauf deutlich weniger Rohstoff an ihre Molkereien als in den Vorjahren, und das Angebot wichtiger Milchprodukte wie Butter oder Käse ist bei guter Nachfrage relativ knapp. Aufgrund dieser Marktlage „leiten unsere milchviehhaltenden Landwirte die berechtigte Hoffnung auf weiter anziehende Erzeugerpreise ab“, erklärte kürzlich der Vizepräsident des Landvolks Niedersachsen, Albert Schulte to Brinke.

Nach seinen Angaben wurden Mitte Mai bei den Butterpreisen historische Höchststände erreicht, und auch die Nachfrage nach Milchpulver sowie deren Notierungen hätten zuletzt wieder angezogen. Zudem habe es kürzlich höhere Preisabschlüsse für Frischprodukte mit den großen Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels gegeben.

„Diese Markttendenzen sprechen die eindeutige Sprache eines von der Nachfrage dominierten Marktes mit anziehenden Preisen“, an denen die Landwirte über höhere Auszahlungsleistungen der Molkereien beteiligt werden müssten, betonte Schulte to Brinke. Zugleich warnte er die Milchviehhalter, diese Tendenzen nicht erneut durch eine höhere Milchanlieferung zu gefährden, denn der Markt brauche diese Phase der Erholung und Konsolidierung.

Die Aufbesserung des Milchgeldes sei nach der Milchpreiskrise auch deshalb notwendig, weil die in dieser Zeit aufgelaufenen Schulden jetzt von den landwirtschaftlichen Familien sukzessive abgebaut werden müssten, so der Vizepräsident. Die niedersächsischen Milcherzeuger hatten im vergangenen Jahr dem Landesbauernverband zufolge gerade einmal gut 25 Cent/kg Milch erhalten. Derzeit bewege sich der Auszahlungspreis auf einem Niveau von 31 Cent bis 33 Cent je Kilogramm, und dessen Entwicklung müsse weiter nach oben gehen

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