1.03.2018 16:31
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Milchmarkt
Milchpreis 2017 um 2.8% gestiegen
Im vergangenen Jahr sich der gesamtschweizerische Produzentenpreis für Milch im Jahresmittel um 1.73 Rappen auf 62.36 Rappen je Kilo erhöht. Dies geht aus dem jüngsten Marktbericht Milch vom Bundesamt für Landwirtschaft hervor.

Im vergangenen Jahr sind die Produzentenpreise leicht gestiegen. Doch diese sind weiterhin nicht kostendeckend für die Milchbauern. Im Vergleich zum Vorjahr ist 2017 der gesamtschweizerische Produzentenpreis zwar leicht gestiegen. 2016 wurde aber der tiefste Stand der Referenzperiode (2000-2017) beobachtet. Der Gesamtpreis ist ein gewichteter Durchschnitt der Preise für Molkereimilch, verkäste Milch, Biomilch und Einschränkungsmilch der gewerblichen Käsereien.

Gruyère-Preis am höchsten

Im vergangenen Jahr betrug der gesamtschweizerische Produzentenpreis für Milch 62,36 Rp./kg. Das sind 1,44 Rp./kg weniger als der Durchschnitt des Zeitraums 2009–2017 (63,80 Rp./kg). In der Regionen I (Westschweiz) und V (Tessin und Wallis) lagen die Produzentenpreise mit 69.65 Rp./kg und 69.58 Rp./kg deutlich über dem Durchschnitt. Das BLW begründet den Unterschied damit, dass in den Regionen 1 und 5 für verkäste Milch relativ hohe Preise bezahlt werden.

In der Region 1 war der Preis für Milch, die in gewerbliche Käsereien geliefert wurde, dank dem Gruyère mit 83.31 Rp./kg am höchsten. In der Region 2 (Bern und Innerschweiz), wo Emmentaler hergestellt wird, war der Preis am tiefsten (63,62 Rp./kg). «Das Endprodukt und seine Beliebtheit am Markt bestimmen also den Produzentenpreis für den Rohstoff (Rohmilch)», halten die BLW-Experten fest. Bei den Molkereimilchpreisen sind die regionalen Unterschiede hingegen sehr gering.

Biomilch-Preis steigt

Bei der Biomilch zeigt die Tendenz weiter gegen oben. Der durchschnittliche Preis lag bei 80.36 Rp./kg, das sind 2.07 Rp./kg mehr als 2016. Bei der Biomilch wurde 2017 ein höherer Preis festgestellt als der Durchschnitt der Jahre 2009–2017 (+2,57 Rp./kg).

Die EU ist für die Schweiz die wichtigste Handelspartnerin für Milchprodukte. Ein Grossteil der Schweizer Käseexporte ist für diesen Markt bestimmt. «Die Entwicklungen am europäischen Milchmarkt schlagen sich somit im Schweizer Preis für den Rohstoff (Rohmilch) nieder», schreibt das BLW.  Auch die Schwankungen von Angebot und Nachfrage bei Milchprodukten weltweit und die Preisfluktuationen bei den Milchprodukten (Milchpulver und Butter) an den Weltmärkten gehören zu den Einflussfaktoren des Schweizer Milchpreises, heisst es weiter.

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