7.12.2015 08:06
Quelle: schweizerbauer.ch - sam
Milchmarkt
Milchpreis: Ost-West-Gefälle
Im Mittel von zwölf Monaten erhielten die Milchbauern für Molkereimilch einen Preis von 56,2 Rp./ kg. Doch die Unterschiede zwischen den einzelnen Milchkäufern sind gross. Sie reichen von 62,8 Rp./ kg bis zu 53,6 Rp./kg.

2,77 Rp./kg bezahlte die Molkerei Lanz, Gerlafingen SO, in den zwölf Monaten der letzten Erhebung durch die Schweizer Milchproduzenten (SMP). Diesen Preis erhielten Lieferanten mit einer jährlichen Liefermenge von 180'000 kg im 12-Monats-Durchschnitt von September 2014 bis September 2015. Produzenten mit einer Jahresliefermenge von 360'000kg erhalten gar 65,58 Rp./kg. Ebenfalls auf dem Podest stehen die Tessiner Federazione ticinese produttori di latte (FTPL) (61,57 bzw. 61,61 Rp./kg) sowie die Direktlieferanten der Migros-Tochter Elsa in Estavayer FR (60,29 bzw. 61,79 Rp./kg).

Cremo, Prolait, Milco

Am anderen Ende der Skala stehen die Direktlieferanten des Freiburger Milchverarbeiters Cremo. Produzenten mit 180'000 kg Milch erhielten im Schnitt 53,57 Rp./kg, solche mit 360'000 kg bekamen 55,09 Rp./ kg. Den zweitschlechtesten Preis bezahlte die Prolait mit 53,72 Rp./kg bzw. 54,57 Rp./kg. Auf dem drittletzten Rang liegt die Milco (53,86 bzw. 55,37 Rp./kg).

Differenz über 10 Rp./kg

Insgesamt zeigt die Auswertung der SMP ein gewisses Ost-West-Gefälle, obschon es hüben wie drüben Ausreisser gibt. Bemerkenswert ist zudem, dass zwischen den höchsten Milchpreisen bei Lanz und den tiefsten (Cremo) eine Differenz von 9,2 Rp./kg (180'000kg Milchmenge) beziehungsweise 10,49 Rp./kg (360'000kg Jahresmilchmenge) besteht. Der Schweizer Durchschnittspreis betrug im untersuchten Zeitraum 56,17 Rp./kg (180'000kg Milchmenge) bzw. 57,20 Rp./kg (360'000 kg Milchmenge).

SMP-Milchpreismonitoring

Welchen Milchpreis erhalten die Produzenten? Welche Industriemilchkäufer und welche Käsesorten bezahlen die besten Preise? Die SMP erstellen im Rahmen des Milchpreismonitorings jeden Monat den Milchpreisvergleich zwischen den Erstmilchkäufern für Molkereimilch und den Käsesorten. Das Monitoring ist eine freiwillige Selbsthilfemassnahme der Milchproduzenten und beruht auf der systematischen Auswertung der monatlichen Milchgeldabrechnung von einzelnen Milchproduzenten. Da die Auswertung auf realen Milchgeldabrechnungen beruht, hinkt sie zeitlich immer etwas hinterher. sam

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