8.01.2019 15:13
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
Milchpreis von 33 Cent als Marke
Im Hinblick auf die Entwicklung der Milcherzeugerpreise im Kalenderjahr 2019 hat der Deutsche Bauernverband (DBV) ein Mass vorgegeben.

Der Milchpreis habe zum Jahreswechsel etwa 35 Cent/kg (39.9 Rp.) betragen, womit dieser unter dem Vorjahresniveau von 38,5 Cent/kg (43.9 Rp.), aber über dem langjährigen Mittel von etwa 32 Cent/kg bis 33 Cent/kg gelegen habe, erklärte der DBV in Berlin. 

Für die ersten Monate des Jahres 2019 sei jedoch mit einem Rückgang der Erzeugerpreise zu rechnen. Im Moment könnten sich Milchbauern und Molkereien für das Gesamtjahr 2019 über Warenterminkontrakte einen Erzeugerpreis in Höhe von etwa 33 Cent/kg (37.6 Rp.) absichern. „Das ist die Marke, an der wir unsere Molkereien messen werden“, so der Bauernverband. Die Milchanlieferung liege im Moment um 1% bis 2% unter dem Vorjahresniveau; der Hitze- und Dürresommer habe hier deutliche Spuren hinterlassen. 

Die Futterquantität und -qualität habe unter der langanhaltenden Trockenheit gelitten. Es sei deshalb bis zum ersten Grünlandschnitt im Frühjahr 2019 nicht davon auszugehen, dass die Milchanlieferung stark steigen werde, erklärte der DBV. Er wies zudem darauf hin, dass der Berufsstand die Strategie der Europäischen Kommission zum Umgang mit den hohen Interventionsbeständen unterstütze. 

Nach der Milchkrise hätten sich im Jahr 2017 noch rund 380'000 t Magermilchpulver in den Interventionslägern befunden. Der EU-Kommission sei es mit einer aggressiven und erfolgreichen Verkaufspolitik gelungen, diese Bestände im Jahr 2018 um deutlich mehr als 270'000 t zu reduzieren, bei gleichzeitig stabilen bis leicht steigenden Erzeugerpreisen.

Die Milchviehbetriebe befanden sich laut Bauernverband im Wirtschaftsjahr 2017/18 auf dem Weg der wirtschaftlichen Erholung. Die Unternehmensergebnisse der Milchbauern hätten deutlich über dem langjährigen Mittel und auch deutlich über den Ergebnissen anderer Produktionsbereiche gelegen. Dies sei nach den sehr schwachen Vorjahren 2015 und 2016 auch dringend nötig gewesen, betonte der DBV. Das werde sich im laufendenWirtschaftsjahr aber nicht wiederholen.

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