19.03.2015 13:00
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Milchmarkt
Milchproduktion im Januar gesunken
Im Januar 2015 wurde in der Schweiz im Vergleich zum Vorjahresmonat knapp 5000 Tonnen weniger Milch produziert. Dies entspricht einem Rückgang von 1,6 Prozent.

Die Milchproduktion betrug gemäss der TSM im Januar 295‘548 Tonnen, das sind 4‘910 Tonnen weniger als im Januar 2014. Bereits im Dezember 2014 zeichnete sich dieser Rückgang ab. Damals wurde die Vorjahresproduktion nur noch knapp (900 Tonnen) überschritten. Im Vergleich zum Januar 2013 fiel die Milcherzeugung im Januar 2015 aber rund 2,7 Prozent (7‘952 t) höher aus.

Ob es sich beim Produktionsrückgang im vergangenen Januar um eine Trendwende handelt, werden die folgenden Monate zeigen. Knapp 40 Prozent der Milch (117‘700 Tonnen) wurde zu Käse verarbeitet. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Produktion aber um 1,6 Prozent. Für die Butterherstellung wurde am zweitmeisten Milch benötigt. 52‘882 Tonnen oder 17,9 Prozent wurden zu „Anke“. Im Vergleich zum Januar 2014 wurde die Produktion um 8,3 Prozent reduziert. Gerechnet wird in Milchäquivalenten. Ein solcher Äquivalent entspricht den Inhaltsstoffen von Eiweiss und Fett eines Kilogramms Milch (Anteil Eiweiss = 0.45 Äquivalent und Anteil Fett = 0.55 Äquivalent).

Deutlich rückläufig waren auch die Produktion von Konsummilch (-4,7% auf 33‘768 t) und Konsumrahm (-2,7% auf 21‘600 Tonnen). Stabile Werte wurden bei Dauermilchwaren (-0,3% auf 31‘073 t) beobachtet. Stark zunehmend waren die Herstellung von Quark (+24,5% auf 2‘473t) und insbesondere von Erzeugnissen in der Kategorie „andere Verwertung“. Unter dieser Position wurden im Januar 19‘086 Tonnen  Milch verarbeitet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht dies einer Zunahme von 36,8 Prozent. Unter der Bezeichnung „andere Verwertung“ fallen vor allem hochprozentige Eiweissprodukte im Pulverbereich.

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