14.08.2019 18:06
Quelle: schweizerbauer.ch - lid/blu
Milchmarkt
Mooh zahlt bereits Zuschlag
Die grösste Schweizer Milchvermarktungsorganisation Mooh arbeitet mit einem eigenen Nachhaltigkeitsprogramm. Damit zahlt sie den Produzenten bereits ab Juli 3 Rappen mehr.

Einen Tag nach der Lancierung des Branchenstandards "swissmilk green" schreibt die Mooh Genossenschaft, dass sie neben dem neuen Standard ihr eigenes Nachhaltigkeitskonzept "mooh Auslese" führt.

Produzenten, die ihre Daten vor dem 30. Juni 2019 erfasst haben und die spezifischen Anforderungen des Programms «mooh Auslese» erfüllen, profitieren  früher von einem Nachhaltigkeitszuschlag: Ihnen wird bereits im Juli und August 2019 auf die A-Milchmenge ein Zuschlag von 3 Rp./kg ausbezahlt. "swissmilk green"-Produzenten erhalten ab September einen Nachhaltigkeitszuschlag.

"mooh Auslese" gehe über den Branchenstandard hinaus und orientiere sich an individuellen Kundenprogrammen, teilt Mooh mit. Die genauen Kriterien werden jährlich definiert und den Produzenten transparent kommuniziert. Sie gehen in den Bereichen Tierhaltung, Fütterung, Klima und Biodiversität. 

Alle Produzenten, welche diese Kriterien erfüllen, erhalten den Status «mooh Auslese» und können von den Zuschlägen profitieren. Da sich die "mooh Auslese" an individuellen Kundenprogrammen orientiert, werde versucht, den höchstmöglichen Preis für die nachhaltig produzierte Milch zu lösen. Mooh dämpft die Erwartungen ein wenig. "Wie hoch dieser Zuschlag in Zukunft ist, wird sich zeigen: Die Mooh Genossenschaft handelt stets marktorientiert", heisst es in der Mitteilung.

Mooh ist nach eigenen Angaben mit 4'200 Milchproduzenten in 20 Kantonen der Nordost- und Nordwestschweiz und in zwei Sprachregionen die führende Milch-Produzentenorganisation in der Schweiz. Täglich werden 1.6 Millionen Kilo Milch transportiert. Insgesamt handelt Mooh pro Jahr 630 Millionen Kilo Milch. Mooh ist aus der Zusammenführung des Milchhandelsgeschäfts der MIBA Genossenschaft und der Nordostmilch AG entstanden. Später kamen 400 Prolait-Industriemilch- und 270 Biomilchpool-Produzenten hinzu.

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