20.04.2020 17:12
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Milchmarkt
Mooh zahlt Milchgeld nach
Die grösste Schweizer Milchhändlerin hatte ein gutes 2019. Mooh wird deshalb eine Milchgeldnachzahlung durchführen. Die Verwaltungsräte sowie der Präsident Martin Hübscher wurden wiedergewählt.

Die Corona-Pandemie hat sich auch auf die ordentliche Generalversammlung der Mooh ausgewirkt. Die vierte GV wurde via Urabstimmung durchgeführt. Rund ein Viertel der Genossenschafter haben teilgenommen.

99 Prozent Ja-Stimmen

In diesem Jahr waren auch Wahlen traktandiert. Alle zehn Verwaltungsräte sowie Verwaltungsratspräsident Martin Hübscher wurden mit über 99 Prozent Ja-Stimmen für die Amtsperiode 2020 bis 2024 wiedergewählt. «Ich danke unseren Mitgliedern für das entgegengebrachte Vertrauen im Namen des ganzen Verwaltungsrates», lässt sich Hübscher in der Mitteilung zitieren.

1,5 Rp. je Kilo

Das Geschäftsjahr 2010 verlief für Mooh erfolgreich, es wurde mit einem Gewinn von 450'000 Franken abgeschlossen. Dieses Ergebnis erlaubt eine Milchgeldnachzahlung in der Höhe von 1.5 Rappen pro Kilo auf der ganzen ÖLN-Milchmenge im Monat Oktober 2019. 

«Wir freuen uns, unsere Mitglieder am soliden Jahresergebnis im Rahmen einer Nachzahlung teilhaben zu lassen», so Hübscher.

Vorstand Suisse Biomilch bestätigt

Nebst der GV Mooh hat auch die Generalversammlung der Produzentenvereinigung Suisse Biomilch per Urabstimmung stattgefunden. Die statuarischen Geschäfte wurden genehmigt und die Neumitglieder aufgenommen. Der bisherige Vorstand wurde wiedergewählt. 

Überlieferungsabzug gekürzt

Auch für den April 2020 hat Mooh aufgrund der erhöhten Nachfrage Verbesserungen beim Milchpreis kommuniziert. Im April reduziert Mooh den Überlieferungsabzug für Produzenten im Planungsmodell um 4 Rappen pro Kilo Milch. Die Kürzung des Abzugs gilt für alle Milchsorten, da die Nachfrage bei allen Milchsorten grösser ist als üblich im April

Das Planungsmodell der Mooh hat monatlich fix vereinbarte Liefermengen. «Produzenten erhalten auf die gesamte gelieferte Milchmenge einen Planungsbonus», hält die Mooh fest. Moment beträgt dieser 1.5 Rp. je Kilo. Im Gegenzug wird ein marktorientierter Abzug auf Unterlieferungen im Sommer und Überlieferungen im Frühling vorgenommen. Das Ziel des Modells ist es, den Bauern mehr Handlungsspielraum zu geben.

Mooh ist nach eigenen Angaben mit 4'100 Milchproduzenten in 20 Kantonen der Nordost- und Nordwestschweiz und in zwei Sprachregionen die führende Milch-Produzentenorganisation in der Schweiz. Täglich werden 1.5 Millionen Kilo Milch transportiert. Insgesamt handelt Mooh pro Jahr rund 630 Millionen Kilo Milch. Mooh ist aus der Zusammenführung des Milchhandelsgeschäfts der MIBA Genossenschaft und der Nordostmilch AG entstanden. Später kamen 400 Prolait-Industriemilch- und 270 Biomilchpool-Produzenten hinzu.

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