2.11.2019 10:46
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Neuseeland
NZ: Höherer Milchpreis für Bauern
Gute Verkaufspreise - insbesondere für Milchpulver - haben den neuseeländischen Milchkonzern Fonterra veranlasst, seine Milchpreisprognose für die laufende Saison anzuheben.

Wie die Molkereigenossenschaft vergangene Woche mitteilte, soll der Auszahlungspreis in der noch bis zum 31. Mai 2020 dauernden Saison 2019/20 zwischen 6,55 NZ$ (4,15 Fr.) und 7,55 NZ$ (4,78 Fr.) für das Kilogramm Milchfeststoff liegen, was einer Steigerung von 30 NZ-Cent (19 Rp.) im Vergleich zur vorherigen Schätzung entspricht. 

Guter Pulvermarkt

Die Abschlagszahlung wird auf 7,05 NZ$ (4,47 Fr.) erhöht. In der vergangenen Saison 2018/19 lag der Milchpreis ohne Vergütung von Genossenschaftsanteilen bei 6,35 NZ$/kg Milchfeststoff (4,02 Fr.). Fonterra-Vorsitzender John Monaghan führte vor allem den gut laufenden Pulvermarkt als Grund für die besseren Produzentenpreisaussichten an. „Die Nachfrage nach Vollmilchpulver war stark und wir gehen davon aus, dass sie für die gesamte Saison über dem Vorjahr liegen wird“, erklärte der Unternehmenschef.

Demgegenüber stehe seit Jahresbeginn eineweltweit rückläufige Produktion. „Wir verkaufen unser Magermilchpulver auch weiterhin zu höheren Preisen als Milchunternehmen in der EU und den USA auf der internationalen Handelsplattform Global Dairy Trade (GDT)“, erklärte Monaghan.

Regionale Milchproduktion Priorität

Fonterra-Geschäftsführer Miles Hurrell wies allerdings darauf hin, dass es noch früh in der Saison sei und sich vieles ändern könne. Einflussfaktoren für den Milchpreis seien die globalen Handelsspannungen und die politische Instabilität in einigen Hauptabsatzregionen. Auch Auswirkungen des Witterungsverlaufs auf das Angebot könnten nicht vorhergesagt werden.

Hurrell bekräftigte die neue Fonterra-Strategie, nach der die regionale Milchproduktion in Neuseeland Priorität habe. Mit der Milchpreisanhebung würden zusätzlich 450 Mio. NZ$ (285 Mio. Fr.) an die Bauern in den ländlichen Regionen fliessen. Die Gewinnerwartung für Fonterra sei davon nicht betroffen, denn der nun prognostizierte Milchpreise liege in der erwarteten Spanne.

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