30.08.2013 16:58
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Milchmarkt
PO Lobag enttäuscht über ausbleibenden Aufschlag
Die Mehrheit in der Branchenorganisation Milch (BOM) hat entschieden, den Richtpreis für A-Milch im 4. Quartal nicht zu erhöhen. Die Produzentenorganisation Lobag (PO Lobag) ist enttäuscht, dass die Verarbeiterseite einer Erhöhung nicht zugestimmt hat.

Der Richtpreis für A-Milch wird nicht erhöht. Dies entschied die BOM am vergangenen Donnerstag. Die Forderung der Produzentenseite nach einer Erhöhung habe auf der Seite der Verarbeiter aufgrund der vollen Käselager und der internationalen Wettbewerbssituation die erforderlichen Mehrheiten nicht gefunden, teilte die BOM mit. Ohne Einigung zwischen den Branchenvertretern kommt der vom Bundesamt für Landwirtschaft ermittelte Index für Molkereimilch zum Zug. Dieser beträgt für die Monate Oktober bis Dezember 2013 68,9 Rp./l. Dies entspricht dem Richtpreis.

Die PO Lobag hält fest, dass sich das A-Segment primär auf den geschützten Inlandmarkt beziehe. In diesem Segment seien Preiserhöhungen bis zum Konsumenten möglich. Denn diese seien bereit, für Schweizer Milch einen höheren Preis zu bezahlen. „Aufgrund des Indexes ist jedoch darauf zu schliessen, dass dies bis jetzt nicht in genügendem Ausmass umgesetzt wurde“, schreibt die PO Lobag am Freitag in einem Communiqué.

Die PO Lobag rechnet aber damit, dass der Index in den kommenden Monaten weiter steigen wird. „Entsprechend fordern wir die Branche auf, die nötigen Richtpreiserhöhungen vorzunehmen“, so deren Forderung.

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