23.02.2017 15:52
Quelle: schweizerbauer.ch - Reto Blunier
Milchmarkt
Richtpreis: Das sagt die Migros
Am Dienstag hat der Vorstand der Branchenorganisation Milch (BOM) entschieden, den Richtpreis für Molkereimilch im A-Segment bei 65 Rappen je Kilo zu belassen. Walter Huber, Chef von den Industriebetrieben der Migros, erklärt gegenüber schweizerbauer.ch, dass der Index eine Erhöhung nicht ermöglicht habe.

Wie die Schweizer Milchproduzenten in einem Communiqué mitteilen, konnten die Produzenten bei der Gruppe der Verarbeiter/Detailhandel mit ihrem Antrag auf eine Erhöhung des Richtpreises keine Einigung erzielen. Dies trotz einer langen und intensiven Diskussion, heisst es dort weiter.

Hat sich die Migros also gegen eine Erhöhung des Richtpreises gewehrt? Walter Huber, Chef der Industriebetriebe der Migros und damit auch Chef des Milchverarbeiters Elsa, dementiert entschieden. «Wir haben uns in der Branchenorganisation Milch auf ein System zur Richtpreisfestsetzung geeinigt. Und dieses können wir nicht einfach wieder umstossen. Sonst machen wir uns unglaubwürdig. Ausserdem sind sowohl die Diskussionen wie das Abstimmverhalten im Vorstand vertraulich», sagt Huber gegenüber schweizerbauer.ch.

Der BLW-Molkereimilchpreisindizes habe eine Erhöhung des Richtpreises nicht ermöglicht. Dieser Index berechnet sich aus dem Durchschnitt der letzten drei Monate und liegt derzeit bei 64,97 Rp./kg, weshalb der bestehenden Richtpreis von 65 Rp. belassen wurde. «Es komme bei Preisverhandlungen immer wieder vor, dass man nicht gleicher Meinung ist», konstatiert der M-Industrie-Chef. Zudem habe man ihn den vergangenen Monaten einige Male den Richtpreis nicht gesenkt, obwohl man dazu die Möglichkeit gehabt hätte, fährt Huber fort.

Rechnet die Migros mit steigenden Preisen im 3. Quartal? «Ich kann nicht Kaffeesatz lesen, das hängt massgeblich von der internationalen Preisentwicklung und der Währungssituation ab. Es wäre verfrüht, jetzt bereits Stellung dazu zu beziehen», hält Huber fest.

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