26.10.2015 08:41
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Schweden
Schweden unterstützt Milchbauern
Schweden hat mehrere Hebel in Bewegung gesetzt, um seine Milchbauern in der gegenwärtigen angespannten Situation zu unterstützen.

Wie die dortige Landwirtschaftsbehörde Jordbruksverket vergangene Woche mitteilte, sind insgesamt Zahlungen von 150 Mio. Kronen (17,3 Mio. Fr.) für die Milchbauern vorgesehen. Die erste Rate in Höhe von 96 Mio. SEK (11,1 Mio. Fr.) ist bereits für Anfang Dezember geplant. Dabei handelt es sich zu 80 Prozent um EU-Gelder, der Rest kommt aus dem nationalen Haushalt.

Eine zweite Rate wird es im Frühjahr 2016 geben. Die Beihilfen finden ihren Weg zu den Milchbauern über die Molkereien. Das heisst, die Milchbauern müssen die Fördergelder nicht selbst beantragen. Grundlage ist die tatsächlich produzierte Milchmenge im Milchwirtschaftsjahr 2014/15. Es gibt 5 Öre pro Kilogramm Milch, was in etwa 430 SEK (49,50 Fr.) bis 440 SEK (50,70 Fr.) pro Kuh entspricht.

Jordbruksverket forderte Betriebsneueinsteiger, die im betreffenden Zeitraum noch nicht selbst produzierten, dazu auf, schnellstmöglich Kontakt zum Landwirtschaftsministerium aufzunehmen, um das Prozedere für sie abzuklären. Ein einfacher Übertrag der Daten des Vorgängers scheint nicht möglich gewesen zu sein.

Mitte Oktober wurde zudem mit einer Auszahlung von Geldern aus den Agrarumweltprogrammen in der Höhe von insgesamt 443 Mio. SEK (51,1 Mio. Fr.) begonnen. Weitere Mittel aus diesen Programmen soll es im Dezember geben. Die Fördergelder für den Ökolandbau und die Umstellung darauf konnten dagegen nicht vorgezogen werden. Sie wurden für Anfang nächsten Jahres angekündigt.

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