30.05.2018 11:39
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Neuseeland
Steigende Milchpreise bei Fonterra
Der neuseeländische Molkereikonzern Fonterra wird seinen Milchlieferanten in der bis zum 31. Mai laufenden Saison 2017/18 mehr Geld zahlen als zunächst angekündigt. Wie das Unternehmen vergangene Woche mitteilte, sollen die Landwirte das Kilogramm Milchfeststoff mit 6,75 NZD (4,63 Fr.) vergütet bekommen.

Das sind 0,20 NZD (14 Rp.) mehr als zuletzt prognostiziert. Die im Juni startende Saison 2018/19 soll mit einem Basispreis von 7,00 NZ$ (4,81 Fr.) je Kilogramm Feststoff beginnen. 

Wermutstropfen ist jedoch, dass die Molkereigenossenschaft die anvisierte Vergütung von Genossenschaftsanteilen für die Saison 2017/18 um 10 NZCent (7 Rp.) gekürzt hat. Einschliesslich dieser Dividende wird der Milchpreis zwischen 6,90 NZ$ (4,75 Fr.) und 6,95 NZ$ (4,77 Fr.) liegen und damit das Vorjahresniveau um gut 6 % übertreffen. 

Die Kürzung der Dividende begründete der Fonterra-Vorsitzende John Wilson zum einen mit einer geringeren Gewinnmarge durch die höheren Rohstoffkosten. Zum anderen verwies er auf die Strafzahlungen an Danone von 183 Mio NZD (125 Mio. Fr.) sowie die Wertberichtigung für die Beteiligung an Beingmate, einem kränkelnden chinesischen Hersteller von Milchprodukten. Diese belaufe sich auf mehr als 400 Mio. NZD (275 Mio. Fr.). 

In den ersten neun Monaten des am 1. August begonnen Geschäftsjahres 2017/18 hat Fonterra den Umsatz gegenüber der Vorjahresperiode um 7 % auf 14,8 Mrd NZ$ (10,16 Mrd. Fr.) gesteigert. Die Bruttomarge ist jedoch von 18  auf 16 Prozent zurückgegangen, und die Verkaufsmargen sind laut Wilson „nicht dort, wo sie sein müssten“. Wilson machte jedoch auch deutlich, dass die Anhebung der Milchpreise die insgesamt recht freundliche Situation von Angebot und Nachfrage am Weltmarkt widerspiegele. 

Die globalen Preise für Milcherzeugnisse seien in dieser Saison gestiegen, insbesondere die Notierung für Vollmilchpulver durch die anhaltende Nachfrage in China und Asien. Zwar habe Fonterra aufgrund der rückläufigen Milchmengen weniger verkaufen können, doch für die kommende Saison 2018/19 sei wieder mit einem Anstieg des Rohstoffeingangs um 1,5 % auf 1,525 Mio. kg Milchfeststoff zu rechnen.

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