27.04.2017 17:17
Quelle: schweizerbauer.ch - ber
Bern
Uniterre: «Milchfilz stoppen!»
Mit einem Pickup und zwei auf der Ladebühne stehenden Geistervertreibern fuhr die Uniterre am Donnerstagvormittag vor den Sitz der Schweizer Milchproduzenten (SMP) vor. Grund dieser symbolischen Aktion war die Demonstration «Stoppt den Milchfilz». Mit Videointerview und Bildstrecke.

Eine bäuerliche Organisation, welche für bäuerliche Solidarität einsteht, welche die wirkliche Interessenvertretung verfolgt und eine Mengensteuerung mit fairen Preisen für die Milchbäuerinnen- und Bauern fordert, ist nötig, erklärten Vertreter von Uniterre an der Weststrasse im Berner Kirchenfeldquartier.

Uniterre verlangt sofortigen Austritt

«Die Situation auf dem Milchmarkt ist unhaltbar! Der Dachverband der Schweizer Milchproduzenten (SMP) ist zu einem Sterbebegleiter geworden» sagt Rudi Berli von Uniterre. Die anhaltend tiefen Milchpreise ruinieren die Milchproduktion. Die Milchbäuerinnen und Milchbauern bräuchten dringend eine legitime, demokratische Interessenvertretung, so Berli weiter.

Uniterre fordert: «Die SMP gehört in Bauernhand». Zwei Drittel des SMP-Vorstandes sitzen oder sassen in Verwaltungsgremien des Milchhandels und der Milchverarbeitung. Uniterre verlangt den sofortigen Austritt und Ausschluss aller Vertreter, welche Mandate ausserhalb der eigentlichen Milchproduktion haben.


Milchverträge

Die Produzentenorganisation solle sich endlich für Milchverträge einsetzen, welche mindestens Menge, Qualität und Preis für ein Jahr festsetzt, so wie es das Gesetz vorschreibt, fordert Rudi Berli. «Milchpreise müssen die Kosten decken und die bäuerliche Arbeit fair bezahlen. Wir wollen keinen politischen Dumping-Milchpreis! Wer würde vom europäischen Minimallohn ausgehen, 10% Swissness dazurechnen und so den Schweizer Richtlohn bestimmen?», so Uniterre weiter.

 


SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE