28.09.2017 17:44
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Milchmarkt
VMMO setzt sich für höheren Preis ein
Für das 4.Quartal 2017 hat der Vorstand der Branchenorganisation Milch (BOM) eine Erhöhung des A-Richtpreises für Molkereimilch um 3 Rappen auf 68 Rappen je Kilo beschlossen. Die Genossenschaft Vereinigte Milchbauern Mitte-Ost (VMMO) setzt sich für die Erhöhung ein.

Die Produzentenpreise für Molkereimilch sind seit Monaten auf sehr tiefen Niveau. Die ausbezahlten Preise bewegen sich zwischen 50 und 60 Rappen je Kilo. Damit können die Bauern knapp die Kosten decken.

Die Branchenorganisation Milch (BOM) hat anlässlich ihrer jüngsten Sitzung beschlossen, den Richtpreis für Molkereimilch im A-Segment um 3 Rappen zu erhöhen. Ausschlaggebend für den Vorstand war die nach wie vor stabile Marktentwicklung in der EU. Die rekordhohen Butterpreise, die rückläufige Produktion und das Erstarken des Euros haben die Preisdifferenz zwischen dem Schweizer und dem europäischen Milchpreis verkleinert.

Derzeit sind die Milchkäufer und Milchhändler in Verhandlungen. Abklärungen der Schweizer Milchproduzenten zeigen, dass viele Milchkäufer die A-Milchpreise um die 3 Rappen per 1. Oktober 2017 erhöhen werden. Auch die Genossenschaft Vereinigte Milchbauern Mitte-Ost (VMMO) will den BOM-Schluss umsetzen lassen, wie sie am Donnerstagabend in einem Communiqué mitteilt.

Die VMMO fordert von den Milchkäufern eine Erhöhung des A-Milchpreises basierend auf dem Beschluss der Branchenorganisation Milch. «Dies sollte zur einer Verbesserungen der aktuellen Lage der Milchproduzenten führen», schreibt die Organisation. Zudem wird eine Erhöhung der Butterpreise, aufgrund der weltweit stark gestiegenen Preise, verlangt.

Ein Anheben des Preisniveaus sollte eine Erhöhung des B-Milchpreises nach sich ziehen. Damit würden die ausbezahlten Produzentenpreise näher an den Richtpreis herangeführt. «Es darf nicht sein, dass der Handel auf dem Buckel der Milchproduzenten die Konsumenten mit Discountpreisen ködert», schreibt die VMMO.

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