5.11.2016 16:22
Quelle: schweizerbauer.ch - Rebecca Scheidegger
VMMO
VMMO wollen sich für höhere Milchpreise einsetzen
Am 22. November 2006 wurde aus den beiden damaligen Milchverbänden St. Gallen-Appenzell und Winterthur die „Vereinigte Milchbauern Mitte-Ost“ (VMMO).

Nach zehn Jahren blickt die VMMO auf turbulente Zeiten zurück. VMMO musste sich vielen Themen widmen, wie der Milchkontingentierung, Aufhebung der Milchquote und den anhaltenden Rückgängen von Milchproduktionsbetrieben. VMMO Geschäftsführerin Rebecca Scheidegger ist gemäss einer Mitteilng überzeugt:  „Gerade ein schwieriger Markt bringt auch viele Chancen.“

Kampfgeist

Die Vereinigte Milchbauern Mitte-Ost (VMMO) kämpft für die gesamte Milchwirtschaft in der Ost- und Zentralschweiz, und das seit 10 Jahren. Die VMMO fördert die wirtschaftlichen und politischen Interessen der Milchproduzenten und gewährleistet die Interessensvertretung gegenüber Behörden, Organisationen und der Öffentlichkeit. Des Weiteren unterhält die Gemeinschaft einen leistungsfähigen Beratungsdienst, welcher ihre Mitglieder in allen Belangen unterstützt.

Zwei Verbände schliessen sich zusammen

Am 4. April 1908 wurde der Milchverband Winterthur und am 17. Juni 1929 der Milchverband St. Gallen-Appenzell gegründet. Vor allem die Kriege und die dadurch entstandene Nahrungsmittelknappheit führten zur Erkenntnis, dass die Landwirtschaft von grosser Bedeutung ist und die Verankerung eines Verfassungsauftrages der Landwirtschaft von Nöten war.  Bereits damals setzten sich die Verbände für einen anständigen Milchpreis und unternehmerische Rahmenbedingungen ein.

Vor 10 Jahren, am 22. November 2006, schlossen sich die beiden Verbände schliesslich zur VMMO – Vereinigte Milchbauern Mitte-Ost – zusammen. Dies vereinfachte die Zusammenarbeit und stärkte den Einfluss der Milchverbände. Obwohl sich die Aufgabe der neuen Vereinigung im Kern nicht veränderte, hat die VMMO eine unglaubliche Entwicklung durchlebt und sich über die Jahre hinweg bewährt.

Strukturwandel

In den letzen Jahren hat sich nicht nur die Organisation der Verbände verändert, sondern auch der Milchmarkt. Dieser steckt voller Herausforderungen für das ganze Land. In den letzten 15 Jahren sind die Milchproduktionsbetriebe in der Ostschweiz um 47.6 % zurückgegangen. Die grösste Abnahme verzeichneten die Kantone Schaffhausen, Zürich und Zug.  Zusätzlich haben die tiefen Milchpreise der EU die Schweizer Milchpreise nach unten gedrückt.

Momentan übt sich ein internationaler Druck auf die gesamte Milchwirtschaft aus. Denn obwohl höhere Standards und Nachhaltigkeit beim heutigen Konsumenten wichtig scheint, ist er oftmals nicht bereit, einen höheren Milchpreis in Kauf zu nehmen. Die Milchproduzenten sowie die VMMO setzen sich für einen stabilen Milchpreis ein und verfolgen das Ziel, diesen wieder zu erhöhen. Die Genossenschaft zeigt sich optimistisch, dieses Ziel zu erreichen: „Wir wollen den Wert der Milch in Zukunft wieder höher gewichten“, meint VMMO Geschäftsführerin Rebecca Scheidegger.

10 Jahre VMMO

Die VMMO besticht durch ihre Kernkompetenzen in den Interessenvertretungen gegenüber Dritten sowie in Beratung und Unterstützung für die Mitglieder. Im ständigen Wandel der Vorstellungen von der heutigen Gesellschaft, steht die Genossenschaft als Vermittler zwischen den Mitgliedern und den Interessensgruppen. Traditionen lässt die VMMO nie ausser Acht, verbindet sie dafür mit der Modernität der Gegenwart und sorgt dafür, dass sich alle Beteiligten weiterentwickeln. Erneuerungen und Innovationen werden von der Gemeinschaft als Chance gesehen, sich auf dem Markt zu behaupten. „Unsere Aufgabe ist es, unseren Mitgliedern in ihrer Entwicklung professionell zur Seite zu stehen“, deutet Rebecca Scheidegger. Des Weiteren wird das gesellschaftliche und politische Umfeld zu Gunsten von den Milchbauern beeinflusst.

Der Milchmarkt verändert sich stetig

Die Milchwirtschaft zeigt eine grosse Bedeutung auf und hat es verdient, im ganzen Land anerkannt zu werden. So wird auch für die Dankbarkeit für alle Bäuerinnen und Bauern gekämpft, die trotz dem sich stetig verändernden Marktumfeld für kleines Geld den Mut nicht verlieren und weiterkämpfen. Sie sorgen täglich für ein gepflegtes Landschaftsbild und dafür, dass die Tradition der Milchproduktion nicht verloren geht. „Wir achten darauf, dass auch die kleinen Bauernbetriebe von uns unterstützt werden“, so Rebecca Scheidegger. In der heutigen Zeit ist es von grosser Bedeutung aufzuzeigen, was die Milchwirtschaft für das Land bedeutet. Der Einfluss der Milchwirtschaft in der Gesellschaft ist bedeutsam. Für diese Sensibilisierung steht die VMMO ganz klar ein.

VMMO in Zukunft

Mitglieder und Interessensgruppen haben in der VMMO weiterhin einen starken und zuverlässigen Partner. Um eine Weiterentwicklung zu ermöglichen, sollen aber die Errungenschaften, Ideen und Traditionen aus den Gründerverbänden unbedingt weitergegeben werden. „Wir kämpfen weiter, gehen vorwärts und setzen ein klares Zeichen für die gesamte Milchwirtschaft“, meint Rebecca Scheidegger. Die VMMO wird sich in Zukunft für eine faire Milchproduktion und das Wohl für Tier und Mensch einsetzen. Dafür ist die Genossenschaft auch offen für neue Wege. Mit der Politik soll ein Einklang gefunden werden.

VMMO kurz erklärt

Zweck der VMMO ist die Förderung der wirtschaftlichen und politischen Interessen der Milchproduzenten im Einzugsgebiet und ihrer Organisationen. Die Genossenschaft gewährleistet eine sachgerechte Interessenvertretung gegenüber Behörden, Organisationen und der Öffentlichkeit, unterhält einen leistungsfähigen Beratungsdienst, welcher ihre Mitglieder in milchwirtschaftlichen, rechtlichen, strategischen und unternehmerischen Fragen unterstützt. Die Milchproduzenten im Einzugsgebiet werden regelmässig mit Informationen zum Milchmarkt bedient. Die Genossenschaft erbringt im Interesse der Milchwirtschaft Dienstleistungen zu Gunsten der Milchproduzenten oder deren Organisationen, setzt sich für ein gutes Image der Land- und Milchwirtschaft ein und bezweckt die langfristige Erhaltung und optimale Bewirtschaftung des Vermögens zur Finanzierung der Aufgaben. (Vgl. Infos Folien)

Weitere Infos unter www.milchbauern.ch

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