17.03.2014 06:30
Quelle: schweizerbauer.ch - Raphael Bühlmann
Emmentaler
«Was nach dem Sommer 2015?»
Gestern fand in Olten AG die Generalversammlung der Sortensektion Emmentaler Milchproduzenten SEM statt.

«Was geschieht nach dem Ende der Allgemeinverbindlichkeit im Sommer 2015? Diese Frage geistert durch die Branche», sagte Jürg Simon, Präsident der Sortenorganisation Emmentaler Switzerland als Redner an der Generalversammlung der SEM. Er fügte aber auch an, dass man nicht nervös werden müsse. «Alle konnten sehen, dass ein gutes System installiert wurde, welches funktioniert.» Im Sommer 2015 solle das System deshalb auf privatrechlicher Basis weitergeführt werden können.

Wichtige Aufgabe bleibe allerdings, die auch die hartnäckigsten Skeptiker zu überzeugen, sagte Simon. «Was passieren wird, wenn es keine Lösung gibt, hat man in der Vergangenheit anhand des Preiszerfalls gesehen», sagte er.

Berufsstolz vor

Franz Häfliger vertrat den SEM-Präsidenten Walter Münger, der wegen eines Bandscheibenvorfalls nicht selber anwesend sein konnte. Der abwesende Münger liess mitteilen, dass er das erste Jahr als Präsident als sehr spannend empfand. Häfliger ermahnte in dessen Namen, dass die momentane Goldgräberstimmung leicht wieder umschlagen könne. «Seit Langem ist wieder ein Silberstreifen am Horizont erkennbar», sagte er.

Die Hoffnung könne jedoch schnell getrübt werden, wenn sich nicht alle an die Anforderungen der Produktion halten. Schliesslich bezog sich Häfliger auf die Umsetzung der AP 14–17. «Ich hoffe, dass unser Berufsstolz nicht der Resignation und der Verzweiflung angesichts der neuen Agrarpolitik Platz macht», so Häfliger.

Geschäfte genehmigt

Die traktandierten Geschäfte der SEM konnten alle einstimmig genehmigt werden. So wurde der Rechnung des vergangenen Jahres und dem Revisionsbericht zugestimmt. Ebenfalls gutgeheissen wurde der Mitgliederbeitrag von 6 Franken pro 100'000 kg verarbeitete Menge. Schliesslich konnten sowohl das Budget für das kommende Jahr sowie auch alle Delegierten in anderen Organisationen bestätigt werden.

Kommission Käsereimilch

Nach den ordentlichen Geschäften nahm Kurt Nüesch, Direktor der Schweizer Milchproduzenten (SMP), Stellung zu aktuellen Themen. Er erklärte die Aufgaben der Kommission Käsereimilch vom SMP. Diese sei eine Plattform für den Informationsaustausch was Käsereimilch angehe. Zudem habe diese einen Beitrag geleistet, dass Zulagen für verkäste Milch im Gesetz ohne Befristung festgeschriebn wurden.

Gleichzeitg warnte er vor der aktuelen Situation. «Es wurden Anreize geschaffen, die Milchmenge zu erhöhen. Wir haben zwar 20'000 Kühe weniger, trotzdem kommt Milch in rauen Mengen und die Butterlager steigen wieder. Deshalb seien die SMP intensiv daran, Massnahmen zu prüfen, um den Milchmarkt zu entlasten.

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