24.01.2016 06:21
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Milchmarkt
Weltmarktpreise für Milchprodukte kommen nicht in Schwung
Am Weltmarkt lässt die Preiserholung für Standardmilcherzeugnisse weiter auf sich warten. Bei der zweiten Auktion an der internationalen Handelsbörse Global Dairy Trade (GDT) in diesem Jahr, tendierten die dort gehandelten Molkereiprodukte am Dienstag vergangener Woche erneut schwächer.

Der zusammenfassende Preisindex für die acht umgesetzten Produkte gab gegenüber der vorherigen Versteigerung von Anfang Januar um 1,4 % nach; das Niveau des vergleichbaren Vorjahresindex wurde um 10,6 % unterschritten. Bei der jüngsten Handelsrunde standen die Preise für Butter am stärksten unter Druck; sie sanken im Durchschnitt aller Liefertermine um 5,9 % auf 3 162 $/t (2905 Euro). Zuvor waren sie jedoch seit Mitte November vier Mal in Folge gestiegen, und zwar insgesamt um 29 %. Das jüngste Minus erklärt sich zudem ausschließlich aus dem starken Notierungsverfall für den Butterkontrakt mit Fälligkeit im März, der um 14,3 % einbrach.

Für spätere Liefertermine waren die Kunden dagegen bereit mehr Geld zu zahlen; der Juni-Kontrakt erfuhr beispielsweise gegenüber dem Jahresbeginn eine Wertsteigerung von 6,1 %. Bei Cheddarkäse kam es hingegen bei allen gehandelten Lieferterminen von März bis Mai zu Preisabschlägen, die sich bei einem mittleren Verkaufserlös von 2 867 $/t (2 634 Euro) auf 3,8 % beliefen. Erneut schwächer tendierte bei der jüngsten Auktion auch Magermilchpulver. Für die ausschließlich von der neuseeländischen Molkerei Fonterra angebotene Ware zahlten die Kunden im Mittel aller Kontraktlaufzeiten und Qualitäten 1 835 $/t (1 686 Euro); das waren 3,2 % weniger als bei der vorherigen GDT-Versteigerung vor zwei Wochen und 23,2 % weniger als vor einem Jahr.

Bei Vollmilchpulver hielt sich dagegen der Abschlag mit durchschnittlich 0,5 % auf 2 188 $/t (2 010 Euro) in engen Grenzen. Während sich das Pulver mit Fälligkeit März im Vergleich zur vorherigen Auktion um 3,7 % verbilligte, mussten die Käufer für die späteren Liefertermine von April bis Juni zwischen 0,9 % und 2,4 % mehr Geld anlegen. Teurer wurden an der GDT zuletzt auch wasserfreies Milchfett mit einem Aufschlag von 2,4 % und Buttermilchpulver mit einem Plus von 2,7 % gehandelt.

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