23.08.2018 18:24
Quelle: schweizerbauer.ch - aiz.info
Globaler Milchmarkt
Weltmilchmarkt:Preise fallen weiter
Der Rückgang der Notierungen an der neuseeländischen Handelsplattform GlobalDairyTrade hat sich - nach einer kurzen Unterbrechung Anfang August - bei der jüngsten Auktion am Dienstag weiter fortgesetzt. Der GDT-Gesamtindex gab um 3,6% nach.

Dabei tendierten die Kurse für fast alle gehandelten Erzeugnisse - mit Ausnahme von Kasein - nach unten. Der GDT-Index gilt als wichtiger Indikator für die Preisentwicklung am Weltmilchmarkt. Im Index werden verschiedene Molkereiprodukten und Kontrakt-Zeiträumen zusammengefasst. 

Der Index für wasserfreies Milchfett (AMF) sank bei der jüngsten GDT-Auktion gegenüber dem vorherigen Event um 6,9% auf durchschnittlich 5'321 USD/t (5'150 Fr.). Noch stärker gaben die Butter-Notierungen nach, sie tendierten um 8,5% nach unten und lagen im Mittel bei 4'392 USD/t (4'325 Fr.). Buttermilchpulver wurde diesmal nicht angeboten. Cheddar-Käse wurde mit -4,7% ebenfalls niedriger bewertet und erreichte im Mittel 3'484 USD/t (3'430 Fr.). 

Auch im Pulverbereich zeigte die Preiskurve nach unten: Der Index für Magermilchpulver verringerte sich im Mittel um 1,3% auf 1'951 USD/t (1'921 Fr.) und jener für das Leitprodukt Vollmilchpulver gab um 2,1% auf 2'883 USD/t (2'838 Fr.) nach. Nur Kasein verzeichnete diesmal ein Plus (+2,8%) und wurde im Durchschnitt der Kontrakte um 5'138 USD/t (5'059 Fr.) gehandelt.

Der Index-Rückgang bei der jüngsten Auktion ist nach Ansicht der Analysten vor allem auf das höhere Angebot zurückzuführen. Der Hauptanbieter bei diesem Event, der neuseeländische Marktführer Fonterra, habe im Vorfeld bereits für die kommenden Wochen höhere Mengen an Butter und wasserfreiem Milchfett angekündigt und auch bei Vollmilchpulver sei das Angebot auf einem hohen Niveau geblieben. 

Die Käufer hätten also wenig Grund gehabt, sich über ihren kurzfristigen Bedarf hinaus mit Ware einzudecken, so die Experten. Bei den kommenden Auktionen werde auch die Frage eine Rolle spielen, wie sehr die Futterknappheit aufgrund der anhaltenden Trockenheit in wichtigen Produktionsländern die Milchanlieferung verringern wird.

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