1.02.2016 11:27
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Milchmarkt
ZMP: Milchpreis taucht um insgesamt 5 Rappen
Im Februar senken die Zentralschweizer Milchproduzenten (ZMP) den Basispreis ZMP um einen Rappen auf neu 61 Rappen pro Kilo Milch. Vier weitere Rappen werden aus saisonalen Gründen abgezogen. Dies geht aus dem jüngsten Newsletter der ZMP hervor.

Schlechte Kunde für Milchbauern der Zentralschweizer Milchproduzenten. Der Basispreis Milch Suisse Garantie wird per 1. Februar 2016 um 1 Rappen gesenkt.

Ausgleich im Sommer

Weitere vier Rappen werden aus saisonalen Gründen abgezogen. Dieser Abzug kommt erstmals zum Tragen und wird von Februar bis Mai angewendet. Er wird bei sämtlichen Lieferanten geltend gemacht. Die Saisonalität widerspiegle die akutelle Situation im Verkauf, heisst es im Newsletter.

Die nun gemachten Abzüge sollten im Sommer mit Zuschlägen ausgeglichen werden. Der Milchpreis sinkt damit insgesamt von 62 auf 57 Rappen pro Kilo Milch. Der Abzug zur Finanzierung der Deckungslücke beim Schoggigesetz und zur Importabwehr von 2.3 Rappen bleibt bestehen, heisst es weiter.

Senkung in sämtlichen Kategorien

Gesenkt werden auch die Preise für Milch ausserhalb Monatsvertragsmenge (Milch a MVM), Käsereimilch und Biomilch Knospe. Der Preis für Milch a MVM taucht um 7 Rappen, pro Kilo Milch werden ab Februar 43 Rappen ausbezahlt. Die Senkung wird aus saisonalen Gründen vorgenommen. Der Preis für Käsereimilch wird um 4 Rappen auf 52 Rp./kg reduziert.

Der Basispreis für Biomilch Knospe sinkt im Februar saisonal wie im Vorjahr auf 84 Rappen pro Kilo. Der Preis ausserhalb Monatsvertragsmengen sinkt auf 78 Rappen (-2 Rp./kg). Der Abzug für die Deklassierung der überschüssigen Biomilch Knospe beträgt bis auf weiteres 3 Rappen.

Richtpreissenkung verhindern

Die ZMP äussern sich in der jüngsten Ausgabe ihres Newsletters auch zu den bevorstehenden Richtpreisverhandlungen. Am 24. Februar wird die Branchenorganisation Milch (BOM) über den Richtpreis des 2. Quartals beraten. „Eine Richtpreissenkung würde die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Milch kaum verbessern und wäre eine unnötige Vernichtung von Wertschöpfung beim Milchproduzenten“, mahnen die ZMP. Eine Senkung müsse deshalb unbedingt verhindert werden.

Das Exportunternehmen Lactofama wird ebenfalls angesprochen. Nur mit dieser kann auch aus Sicht der ZMP saisonal überschüssige Milch „gezielt“ exportiert werden. So könne Preisdruck verhindert werden. Deshalb sei es zentral, dass die Aktionäre der Lactofama eine Verlängerung des Einzuges der Stützungsgelder bis Ende Jahr beschliessen.

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